+++ „Sie blicken heute auf eine lange und erfolgreiche politische Laufbahn zurück, die Sie von der Kommunal- bis in die Landespolitik geführt hat. Als Architektin war Ihnen das Gestalten von Anfang an vertraut – zunächst im Beruf, dann in Ihren politischen Ämtern. Ohne Zweifel gehören Sie auch deshalb zu den profiliertesten politischen Persönlichkeiten des Kulmbacher Landes.“ Mit diesen Worten gratulierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann der ehemaligen Landtagsvizepräsidentin Inge Aures in einem Glückwunschbrief zu ihrem 70. Geburtstag am 10. Juli. +++
Zu Beginn ihrer Karriere habe sich Aures auf allen kommunalpolitischen Ebenen mit großem Sachverstand, mit Ausdauer und mit einem sicheren Blick für Machbarkeit, Funktionalität und Zweckmäßigkeit eingebracht, schreibt Herrmann. „Besonders am Herzen lag Ihnen dabei stets eine familienfreundliche Politik in Stadt, Landkreis und Bezirk. Zwölf Jahre lang, von 1995 bis 2007, haben Sie als Oberbürgermeisterin die Geschicke der Großen Kreisstadt Kulmbach gelenkt. Zahlreiche stadtbildprägende Projekte tragen Ihre Handschrift, allen voran die Sanierung der historischen Altstadt mit der Neugestaltung des Marktplatzes und der Oberen Stadt.“ Ein Meilenstein sei auch die Umgestaltung der „Kulmbacher Spinnerei“ gewesen. Damit sei einem markanten und denkmalgeschützten Bauwerk in der Innenstadt neues Leben eingehaucht worden. „Ihr Wirken hat die Entwicklung Kulmbachs sichtbar geprägt“, so Herrmann.
Von 2008 bis 2023 habe sich Aures als Mitglied des Bayerischen Landtags. als kompetente Stimme für kommunalpolitische Belange und für die Anliegen ihrer fränkischen Heimat etabliert. Über Parteigrenzen hinweg genieße sie Respekt für ihren Sachverstand und ihre klare Haltung.
Als Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags habe sich Aures von 2013 bis 2018 an herausgehobener Stelle für Parlament und Freistaat eingebracht: „Sie haben die politische Kontroverse um der Sache willen nie gescheut. Zugleich blieben vernünftige Kompromisse und gemeinsame Lösungen für Sie immer wichtig. Ihr langjähriger Einsatz für die kommunale Selbstverwaltung als Fundament unseres Staates verdient große Anerkennung.“ Diese Anerkennung findet nach Herrmanns Worten auch in den hohen Auszeichnungen Ausdruck, die Aures verliehen wurden: im Bayerischen Verdienstorden, in der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold und in der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber.