Anna Maria Mühlbacher, „Die Bacher“, erhält den mit 2.500 Euro dotierten Poetry-Slam-Würdigungspreis, Adrian Mayr wird mit dem Förderpreis ausgezeichnet.
Poetry-SlammerInnen überzeugen mit Sprachkunst, Tiefgang, Humor – und dem Mut, sich auf einer Bühne zu präsentieren. Seit 2020 stellen das Land Tirol und die Stadt Innsbruck herausragende Talente ins Rampenlicht. 2026 sind dies Anna Maria Mühlbacher, alias „Die Bacher“, die sich über den mit 2.500 Euro dotierten Würdigungspreis freuen darf und Adrian Mayr, der den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis erhält. Die Preise werden beim Fest der Kultur am 22. September 2026 im Haus der Musik in Innsbruck überreicht.
„Mit Anna Maria Mühlbacher und Adrian Mayr zeichnen wir zwei Stimmen aus, die mit sprachlicher Präzision und einem feinen Gespür für aktuelle Themen begeistern. Sie zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und relevant die Tiroler Poetry-Slam-Szene ist. Ich gratuliere ihnen herzlich zu dieser verdienten Anerkennung und danke ihnen für ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt unseres Landes“, betont Kulturreferent LH Anton Mattle.
„Die Poetry Slam-Szene in Tirol wächst und gedeiht und mit ihr die literarische Kunstform der Slam Poetry. Sie bietet für die Vortragenden eine besonders spannende Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben und ihre eigenen Texte vorzutragen und verspricht damit dem Publikum höchste und beste Unterhaltung“, ergänzt der für Kulturagenden zuständige Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck, Georg Willi.
Poetry-Slam-Würdigungspreis
Anna Maria Mühlbacher wurde 1993 geboren und lebt in Innsbruck. „Unter ihrem Bühnenpseudonym ‚Die Bacher‘ versteht sich Anna Maria Mühlbacher darauf, die Absurditäten, Frechheiten und Ungerechtigkeiten selbst banal erscheinender Alltagsbeobachtungen zu enthüllen. Mit Standfestigkeit und Haltung verpackt ‚Die Bacher‘ unverhandelbare Positionen in kluge, zeitgemäße Pointen und unverwechselbaren Witz und eröffnet mit ihren Texten eine wertvolle Schnittstelle zwischen Slam Poetry, Literatur und Kabarett. Sie ist seit Anbeginn ihrer Poetry-Slam-Karriere unverzichtbarer Bestandteil der Tiroler Szene sowie der Organisationsarbeit diverser Veranstaltungen in ganz Tirol. Ihr unerlässliches Engagement in der regionalen wie auch überregionalen Nachwuchsarbeit sowie für die letztjährigen österreichischen Poetry-Slam-Meister*innenschaften in Innsbruck (Ö-Slam 2025) trug und trägt fortwährend wesentlich zum aktuellen Standing des Formats in Österreich bei“, ist sich die Jury einig. Ihr gehören Julia Mumelter (Kulturarbeiterin u. a. im Kulturlabor Stromboli Hall), Katrin Rauch aka „Katrin ohne H“ (Poetry-Slam-Würdigungspreisträgerin 2023) und Markus Köhle („Papa-Slam“ und Initiator des Preises) an.
Poetry-Slam-Förderpreis
Die Begründung der Jury für den diesjährigen Poetry-Slam-Förderpreis lautet: „Der ‚Geist des Frühlings‘ heißt eigentlich Adrian Mayr und schlüpft gern in Rollen. Er ist dabei ein guter Geist, der auf der richtigen Seite steht, und den Stimmen, die leicht überhört werden, Ausdruck verleiht. Seine Performance-Palette ist reich: vom Battle-Rapper über den selbstverliebten Theatermimen bis zum einfühlsamen Liedermacher – der ‚Geist des Frühlings‘ verkörpert sie alle und verleiht ihnen eine unverwechselbare Sprache, gewürzt mit Witz, Kritik und Ironie. Der ‚Geist des Frühlings‘ kann ganz leise sein aber auch laut werden. Er probiert sich aus und probiert auch aus, wie weit sich das Format Slam Poetry in alle Richtungen ausdehnen lässt. Somit ist er eine wertvolle, innovative Slam-Kraft, die gefördert gehört“. Adrian Mayr wurde am 10. Jänner 2004 geboren, lebt in Schwaz und studiert Lehramt für Deutsch und Ethik an der Universität Innsbruck.
Der Poetry-Slam-Preis wird seit 2020 abwechselnd vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck in zwei Kategorien verliehen – dem mit 2.500 Euro dotierten Würdigungspreis für das Gesamtwerk im Bereich der Slam-Poetry und dem mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis für aussichtsreiche neue Stimmen in der Szene.
https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/poetry-slam-preistraegerinnen-2026-stehen-fest