Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kompetenzzentrums Nachwachsende Rohstoffe

7.7.2026 - Korbinian Huber | Bayerische Staatsregierung

STRAUBING Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat dem Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) zum 25-jährigen Bestehen gratuliert. Im Rittersaal des Straubinger Herzogschlosses sagte er: „Bayern hat früh das Potenzial heimischer nachwachsender Rohstoffe erkannt. Das KoNaRo begleitet die gesamte Wertschöpfungskette, von der Pflanze auf dem Feld bis zum marktfähigen Produkt – und hat sich dabei in den vergangenen 25 Jahren zu einem international anerkannten Innovationsstandort entwickelt. Heute ist Straubing wie kaum ein anderer Ort ein Leuchtturm für Erneuerbare Energien und neue Wege in der Bioökonomie. Ich gratuliere den drei Partnern zu einer bundesweit einmaligen Erfolgsgeschichte hier in Niederbayern. Jetzt gilt es, diese großartige Forschungs- und Entwicklungsarbeit in die Anwendung zu bringen. Bayerisches Know-how muss bayerische Arbeitsplätze schaffen und die bayerische Wirtschaft stärken. Nachwachsende Rohstoffe bergen großes Potenzial. Ein Ster Brennholz ersetzt 120 Liter Heizöl oder 200 Liter fossiles Erdgas. Wir müssen hier noch mehr investieren.“

Das KoNaRo besteht aus dem C.A.R.M.E.N. e. V., dem TUM Campus Straubing (TUMCS) und dem Technologie- und Förderzentrum (TFZ). Seit 2001 arbeiten hier unterschiedliche Fachrichtungen daran, den Einsatz von Biomasse weiterzuentwickeln, die Energiewende voranzutreiben und nachhaltige Ressourcennutzung zu fördern. Außerdem berät das KoNaRo Verbraucher, begutachtet innovative Projekte und erforscht neue Märkte. Das bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Kompetenzzentrum sowohl institutionell als auch mit projektbezogenen Mitteln.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden C.A.R.M.E.N. Symposiums, im Zuge dessen das 25-jährige Bestehen des KoNaRo gefeiert wurde, überreichte Wirtschaftsminister Aiwanger zwei Auszeichnungen.

Den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2025 überreichte der Minister an die SPCTRM Engineering GmbH, die Gemeinde Röslau, die Schubert Energie GbR und das gemeinsame Kommunalunternehmen Oberes Egertal. Ihr Projekt „Wärmenetz Röslau“ ist eine Initiative von Kommune, Wirtschaft und regionalen Partnern zur Umsetzung einer nachhaltigen Wärmeversorgung, die auf Biogas aus regionaler Landwirtschaft basiert. Über Kraft-Wärme-Kopplung wird Strom eingespeist und die thermische Energie über ein Wärmenetz effizient genutzt. Die Innovationsleistung des Projekts liegt in der besonders effizienten und koordinierten Umsetzung sowie in der vorbildlichen Synergie von Kanalbauarbeiten und der Verlegung der Wärmeleitungen.

 

Aiwanger: „Der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe würdigt seit vielen Jahren herausragende Innovationen auf Basis heimischer Rohstoffe. Die diesjährigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie Wirtschaftlichkeit und regionale Wertschöpfung zusammenwirken können. Besonders beeindruckend ist die effiziente Umsetzung und die intelligente Verbindung unterschiedlicher Infrastrukturmaßnahmen – ein Modell mit Vorbildcharakter weit über die Region hinaus.“

Mit dem Ernst-Pelz-Preis 2025 zeichnete Aiwanger die Vaude Sport GmbH & Co. KG und die UPM Biochemicals Sale GmbH aus. Mit ihrer Bioraffinerie in Leuna wandeln sie Holzbiomasse in biochemische Rohstoffe um, etwa zur Herstellung polyesterbasierter Outdoorkleidung oder -ausrüstung. Im Zuge des Projekts wurde die weltweit erste Fleecejacke auf Holzbasis hergestellt.

Aiwanger: „Die beiden diesjährigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der Verbindung von Forschung und industrieller Anwendung steckt. Mit der weltweit ersten Fleecejacke auf Holzbasis wird sichtbar, dass biobasierte Rohstoffe fossile Materialien nicht nur ersetzen, sondern ihnen qualitativ ebenbürtig sein können.“

 

Ansprechpartner:

Korbinian Huber

Stv. Pressesprecher



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