Schwerpunktwochen zur Landstraßensicherheit beendet – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht Bilanz: Fast 32.000 Verkehrsverstöße – Hauptgefahr ist überhöhte Geschwindigkeit – Kontrolldichte bleibt …

5.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

+++ Im landesweiten Aktionsmonat Juni, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Landstraßensicherheit, hat die Bayerische Polizei insgesamt 31.869 Verkehrsverstöße geahndet. Es gab 747 Strafanzeigen, 15.797 Anzeigen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit und 15.325 Verwarnungen. Diese Bilanz hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gezogen: „Die Hauptgefahr waren wieder die vielen Raser. Unsere Polizei hat bei ihren Schwerpunktkontrollen auf den Landstraßen 25.910 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Den traurigen Rekord hat dieses Mal ein Motorradfahrer aufgestellt, der mit 170 Stundenkilometern bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 auf der B470 im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken unterwegs war.“ Aber auch andere Verstöße sind für den Innenminister Anlass, die Kontrolldichte auf Bayerns Landstraßen hochzuhalten: In 2.684 Fällen waren die Fahrer abgelenkt, in 2.161 Fällen war der Gurt nicht angelegt oder der Kindersitz nicht gesichert. Die Polizei registrierte außerdem 274 Überholverstöße. +++

Herrmann: „Überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und riskante Fahrmanöver sind nach wie vor Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle auf Landstraßen. Viele dieser Unfälle wären vermeidbar. Wir müssen deshalb weiter konsequent auf Aufklärung, gezielte Kontrollen und die Ahndung von Verstößen setzen.“

Im Jahr 2025 hatten sich auf Bayerns Landstraßen 113.808 Verkehrsunfälle (plus 3,2 Prozent gegenüber 2024) ereignet. 313 Menschen kamen dabei auf Landstraßen ums Leben. Damit verunglückten rund 60 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer in Bayern auf Landstraßen. Unfallursache Nummer eins bleibt zu hohe und nicht angepasste Geschwindigkeit. 2025 war diese ursächlich für 85 und damit rund ein Viertel aller tödlichen Landstraßenunfälle in Bayern. 87 Menschen kamen dabei ums Leben. „Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Die Zahlen zeigen deutlich: Wir müssen gerade auf Landstraßen weiter intensiv an der Verkehrssicherheit arbeiten“, so Herrmann. „Wer auf Landstraßen unterwegs ist, muss jederzeit mit unerwarteten Situationen rechnen – sei es durch Gegenverkehr, Einmündungen, Wildwechsel oder landwirtschaftliche Fahrzeuge.“

Die Bayerische Polizei hatte im gesamten Juni verstärkt mobile und stationäre Verkehrskontrollen zur Verbesserung der Sicherheit auf Landstraßen durchgeführt. Moderne Messtechnik und flexible Einsatzkonzepte halfen dabei, Gefahrenstellen gezielt zu überwachen. Begleitend dazu hatte die Polizei in zahlreichen Präventionsaktionen über typische Unfallrisiken auf Landstraßen informiert.

Abschließend appellierte Herrmann: „Beachten Sie die Verkehrsregeln, fahren Sie vorausschauend und nehmen Sie Rücksicht. Gerade auf Landstraßen können wenige Sekunden Unachtsamkeit schwerwiegende Folgen haben. Jeder von uns trägt Verantwortung dafür, dass alle sicher ankommen.“

Weitere Informationen zur Verkehrsunfallentwicklung in Bayern, zu den Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit und zum neuen Verkehrssicherheitsgewinnspiel „Sicherheit kommt gut an“ sind unter www.sichermobil.bayern.de abrufbar.

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