Bayerns Wirtschaftsminister sieht großes Potenzial bei Agrardrohnen

29.6.2026 - Korbinian Huber | Bayerische Staatsregierung

MAUERN Landwirtschaftliche Betriebe setzen zunehmend auf digitale Technologien. Gerade Drohnen bieten dabei großes Potenzial. Beim „Innovationsfeldtag Drohnen in der Landwirtschaft“ in Mauern ermutigte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Teilnehmer, den neuen Methoden eine Chance zu geben und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen zu nutzen.

Aiwanger: „Ob bei der Aussaat, der Düngung, beim Pflanzschutz, der Bewässerung, der Rehkitzrettung, Materialtransport oder bei der Flächenkartierung: Drohnen in der Land- und Forstwirtschaft sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern erhöhen bereits heute Effizienz und Arbeitssicherheit vieler Betriebe. Dabei ist ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Es wird daran geforscht, inwieweit sich weitere landwirtschaftliche Arbeitsschritte bis zur Bodenbearbeitung aus der Luft durchführen lassen. Neben der Robotik helfen Drohnen, die Wettbewerbsfähigkeit in der Agrarwirtschaft auch angesichts steigender Personalkosten zu stärken.“

Doch dafür müsse man entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, so der Minister weiter: „Landwirte müssen schnell auf unterschiedliche Wetterlagen und andere Unwägbarkeiten reagieren. Es kann nicht sein, dass Genehmigungsverfahren mehrere Wochen bis zu einem Jahr dauern und der Drohnenpilot oder Landwirt seine Zeit für unnötige Dokumentationspflichten aufwenden muss, anstatt auf seinem Betrieb zu arbeiten. Ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass die Behörden hier alltagstauglicher arbeiten. Leider ist die erhoffte Effizienz-Offensive durch das zuständige Luftfahrt Bundesamt bisher noch nicht ausreichend erfolgt. Die Mitarbeiter dort leisten gute Arbeit, sind aber unterbesetzt. Deshalb sehe ich es als Option, die Zuständigkeit für Drohnengenehmigungen nach Bayern zu holen wie es beispielsweise auch Baden-Württemberg macht.“

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat bereits diverse Initiativen gestartet, um Drohnentechnologien voranzubringen. Seit Anfang 2025 hilft die Bayerische Koordinierungsstelle Drohnen (BayKD) bei der Antragserstellung von Genehmigungen, vermittelt Ansprechpartner und prüft Unterlagen vorab. Ziel ist es, Verfahren zu beschleunigen und Genehmigungsprozesse effizienter zu gestalten.

Außerdem fördert der Freistaat verschiedene Projekte im Bereich der Drohnentechnologie – darunter etwa ein Erkennungssystem von Wildtieren, das den Fahrer bei Mäharbeiten rechtzeitig warnen kann. Ein weiteres Projekt forscht zu Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in Krisensituationen, etwa bei Waldbränden.

Veranstalter des Innovationsfeldtags Drohnen in der Landwirtschaft ist das Unternehmen Agrarhandel Baumeister zusammen mit der Bayerischen Koordinierungsstelle Drohnen. Ziel der Veranstaltung ist es, moderne Technik und effiziente Verfahren in der Landwirtschaft aufzuzeigen – insbesondere die Anwendungsmöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Drohnen.

 

Ansprechpartner:

Korbinian Huber

Stv. Pressesprecher


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