Bayerns Wirtschaftsminister wirbt in Augsburg für mehr Automatisierung im Mittelstand und Handwerk

28.6.2026 - Jürgen Marks | Bayerische Staatsregierung

AUGSBURG Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe dazu aufgerufen, die Chancen von Robotik und Automatisierung stärker zu nutzen. Bei der Veranstaltung „Automatisieren statt abwarten – Einstieg in die Robotik“ des Clusters Mechatronik & Automation betonte Aiwanger: „Unser Mittelstand steht vor großen Herausforderungen. Robotik wird zunehmend zum Werkzeug gegen Fachkräftemangel. Moderne Roboter übernehmen monotone, körperlich belastende oder gefährliche Arbeiten und schaffen Freiräume für qualifizierte Fachkräfte.“

Aiwanger hob hervor, dass Robotik längst nicht mehr nur ein Thema für Großunternehmen sei: „Robotik ist heute kein Luxus mehr für die Industrie, sondern ein echter Wettbewerbsfaktor für Mittelstand und Handwerk. Moderne Systeme sind einfacher programmierbar, flexibler einsetzbar und damit auch für kleinere Betriebe wirtschaftlich interessant.“

Der Minister verwies auf zahlreiche Anwendungsbeispiele im Handwerk und Mittelstand – von Schweißrobotern im Metallbau über automatisierte Zuschnittsysteme im Holzhandwerk bis hin zu Lager- und Transportrobotern in der innerbetrieblichen Logistik. „Die Technik übernimmt Standardaufgaben, während sich die Fachkräfte auf anspruchsvolle Tätigkeiten und individuelle Kundenwünsche konzentrieren können“, unterstrich Aiwanger.

Zugleich betonte der Minister Bayerns Spitzenstellung als Robotik- und Innovationsstandort. Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität München, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Institute sowie das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg entwickelten praxisnahe Lösungen für Unternehmen. „Die enge Vernetzung von Wissenschaft, Mittelstand, Industrie und Start-ups macht Bayern beim Thema Robotik besonders stark“, sagte Aiwanger.

Der Freistaat hat nach Angaben des Ministers im Rahmen seiner High-Tech-Agenda insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Luft- und Raumfahrt sowie CleanTech investiert. Allein das Wirtschaftsministerium hat im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerks 46 Millionen Euro für Forschungsinfrastruktur und Kooperationsprojekte mit Unternehmen bereitgestellt. Zudem unterstützt Bayern Robotik- und KI-Start-ups über das Förderprogramm robo.innovate sowie einen Wachstums- und Scale-up-Fonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro.

Aiwanger: „Robotik und KI müssen dort ankommen, wo sie den größten Nutzen entfalten – in den Betrieben. Veranstaltungen wie diese bringen Forschung, Start-ups, Handwerk und Unternehmen zusammen. Aus Ideen entstehen Kooperationen, aus Kooperationen Innovationen. Genau dieser Austausch macht Bayern als Innovationsstandort stark.“

Abschließend ermutigte der Minister die Teilnehmer, die Möglichkeiten der Automatisierung für ihre Betriebe auszuloten: „Vielleicht nimmt nicht jeder heute die Entscheidung für einen Roboter mit nach Hause. Aber vielleicht eine neue Idee, einen wertvollen Kontakt oder den Mut, sich erstmals mit Robotik auseinanderzusetzen. Das wäre bereits ein großer Erfolg.“

 

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Jürgen Marks

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