Bayerns Energieminister eröffnet Hydrogen Dialogue Summit und bewertet den Fortschrittsbericht zum Wasserstoffhochlauf in Bayern

25.6.2026 - Aneta Ufert | Bayerische Staatsregierung

MÜNCHEN Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat den Hydrogen Dialogue Summit auf der Messe The smarter E Europe in München eröffnet.

Als Schirmherr betonte Aiwanger in seiner Eröffnungsrede: „Wasserstoff ist ein Schlüssel für die Zukunft unseres Industriestandorts. Wir brauchen ihn an vielen Stellen und er hilft, unsere fossile Energieabhängigkeit von wenigen Weltregionen zu reduzieren. Denn schließlich kann Wasserstoff aus vielen Regionen bezogen und auch selbst in Deutschland und Europa produziert werden. Bayern hat früh die richtigen Weichen gestellt und sich als Wasserstoffland positioniert. Jetzt ist es an der Zeit, dass aus Strategien und Pilotprojekten Anwendungen in der Breite werden. Einige Unternehmen, wie BMW, gehen hier bereits voran.“

„Bayerns Unternehmen sind bereit zu investieren. Was wir jetzt brauchen, sind der beschleunigte Ausbau des Kernnetzes, von Verteilnetzen und Speichern, der Aufbau tragfähiger Importstrukturen sowie eine stärkere Marktaktivierung auf der Nachfrageseite. Technisch sind wir bei Wasserstoff an der Weltspitze. Diesen Vorsprung dürfen wir nicht durch ideologische Debatten verspielen. Andere Länder holen auf. Wenn wir jetzt nicht konsequent die Chancen dieser Technik nutzen und zulassen, werden wir abgehängt. Deshalb sollten wir uns jetzt an technischen Möglichkeiten und marktwirtschaftlichen Realitäten orientieren – nicht an politischen oder ideologischen Wunschvorstellungen“, so der Minister. „Wir führen die falschen Debatten. Jeder Absatz, jede Verwendung ist gut, um den Preis beim Wasserstoff zu senken. Die eine Nutzungsart darf nicht der anderen vorgezogen werden. Frau Reiche redet darüber, dass wir zu hohe Redispatchkosten durch Strom aus Erneuerbaren Energien haben. Gleichzeitig steht mit Wasserstoff eine wichtige und sichere Speicheroption bereit, die wir noch stärker voranbringen müssen.“

Der Bericht zeigt, dass Bayern bei Forschung, Technologieentwicklung und Projektplanung gut aufgestellt ist. Gleichzeitig verläuft der Wasserstoffhochlauf europaweit langsamer als ursprünglich erwartet.

Aiwanger: „Wir dürfen beim Wasserstoff nicht den gleichen Fehler machen wie bei anderen Zukunftstechnologien. Wer die industrielle Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze in Europa halten will, muss jetzt handeln. Bayern wird seinen Kurs konsequent fortsetzen und den Wasserstoffhochlauf weiter vorantreiben.“

Der Hydrogen Dialogue ist seit diesem Jahr Teil von The smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft. Im Mittelpunkt stehen Technologien und Projekte rund um die Erzeugung, Speicherung, den Transport und die Nutzung von Wasserstoff.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Aneta Ufert

Stellv. Pressesprecherin
https://www.bayern.de/bayerns-energieminister-erffnet-hydrogen-dialogue-summit-und-bewertet-den-fortschrittsbericht-zum-wasserstoffhochlauf-in-bayern