FAU-Forschungsprojekt DigiVax entwickelt KI-System, das Papierdaten verlässlich auslesen kann.
Millionen Impfdaten schlummern in Papier-Impfausweisen und sind für digitale Gesundheitsakten nicht nutzbar. Dabei wäre das essentiell, um Impfstoffforschung, Impfprävention und die Versorgung der Bevölkerung mit modernen Schutzimpfungen in Bayern und national möglich zu machen. Für das Forschungsprojekt DigiVax bittet FAU-Forscher Andreas Kist, Professor am Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering (AIBE), nun um eine Datenspende: Wer das Projekt unterstützen will, kann aus seinem Impfpass die Impfseiten – keine Personenseite mit Namen oder Geburtsdatum – fotografieren und im Studienportal unter hochladen.
Dort sind auch eine genaue Anleitung und weitere Infos verfügbar. Gäste des Schlossgartenfests am 27. Juni 2026 haben die Möglichkeit, beim Wissensparcours der Universität mit dem Studienleiter über seine Forschung zu sprechen und direkt vor Ort den eigenen Impfpass zu scannen. Der passt auch ins Handtäschchen.
„Jede Datenspende hilft“, so das Plädoyer von Andreas Kist. „Wenn es uns gelingt, Gesundheitsdaten verlässlich zu digitalisieren, profitieren davon alle Patientinnen und Patienten – es ist also quasi ein Dienst an der Gesellschaft.“ Warum er mit dem Thema Impfdaten anfangen möchte? Kist: „Impfdaten sind klar strukturiert und zugleich medizinisch hoch relevant. Daher eignen sie sich ideal als Pilotprojekt für die digitale Medizin der Zukunft.“
https://www.fau.de/2026/06/news/anonym-impfpass-scannen-datenspende-wichtig-fuer-die-forschung