Am 18. und 19. Juni 2026 fand in Wien das jährliche Treffen der deutschsprachigen Umweltministerinnen und Umweltminister statt. Auf Einladung von Bundesminister Norbert Totschnig kamen Regierungschef-Stellvertreterin und Umweltministerin Sabine Monauni (Liechtenstein), Umweltminister Serge Wilmes (Luxemburg), Umweltminister Carsten Schneider (Deutschland) sowie Katrin Schneeberger, Direktorin des Bundesamtes für Umwelt (Schweiz), zum Austausch über aktuelle umwelt- und klimapolitische Herausforderungen zusammen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die internationale Zusammenarbeit im Umwelt- und Klimaschutz sowie die Vorbereitung auf die bevorstehenden UNO-Konferenzen zu Klima und Biodiversität. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten die Bedeutung einer konsequenten Umsetzung der vereinbarten Ziele und eines engen Austauschs auf europäischer und internationaler Ebene.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Themen Klimaschutz, Biodiversität und Naturschutz. Einigkeit bestand darüber, dass der Weg zur Klimaneutralität mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Erhalt natürlicher Lebensräume Hand in Hand gehen muss. Auch die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung und die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme wurden diskutiert.
Die Ministerinnen und Minister tauschten sich zudem über nachhaltiges Wirtschaften aus. Im Fokus standen die Bioökonomie und Maßnahmen zur Verringerung von Kunststoffabfällen. Dabei wurde hervorgehoben, dass nachhaltige Lösungen nicht nur dem Umwelt- und Klimaschutz dienen, sondern auch Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung fördern können.
Auch die Auswirkungen aktueller geopolitischer Entwicklungen auf Umwelt- und Klimapolitik wurden erörtert. Themen wie die Versorgung mit kritischen Rohstoffen für grüne Technologien sowie die sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels verdeutlichen die Notwendigkeit einer engen internationalen Zusammenarbeit.
"Es war mir eine große Freude, im Rahmen dieses traditionell freundschaftlichen Treffens aktuelle Herausforderungen im Klima- und Umweltbereich zu besprechen. Gerade bei Klima- und Umweltthemen braucht es einen engen und vertrauensvollen Austausch, um wirksame Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig bietet dieses Format die wertvolle Gelegenheit, die Beziehungen zu unseren deutschsprachigen Partnerländern weiter zu vertiefen", so Umweltminister Norbert Totschnig.
Den Abschluss des Treffens bildete der gemeinsame Besuch des Sommernachtskonzerts der Wiener Philharmoniker vor der Kulisse von Schloss Schönbrunn. Das nächste Treffen der deutschsprachigen Umweltministerinnen und Umweltminister wird 2027 in der Schweiz stattfinden.