Bregenz (VLK) – Vorarlberg treibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter mit Nachdruck voran: Der Ausbau der gigabit-fähigen Breitbandnetze gilt als Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Digitalisierung und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Vorarlberg. „Eine moderne Glasfaserinfrastruktur wird zukünftig genauso unverzichtbar sein, wie gut ausgebaute Straßen, Schienen oder Stromnetze“, betont Landesrat Marco Tittler anlässlich der aktuellen Ausbauoffensive. Die illwerke vkw AG hat die derzeitigen Ausbautätigkeiten auf 23 Gemeinden ausgeweitet.
„Eine leistungsfähige und resiliente Breitbandinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität. Vorarlberg geht hier konsequent und erfolgreich voran – mit hoher Eigenleistung der Betreiber, gezielter Landesförderung und klarem Fokus auf Flächendeckung“, erklärt Landesrat Tittler.
Die Lage im Alpenraum und anspruchsvolle Grabungsbedingungen erfordern eine Kombination aus Bundesförderung und der Landes-Top-Up-Förderung, um gerade auch in diesen Gebieten eine gigabitfähige Breitbandinfrastruktur zu ermöglichen.
Ziel der Top-Up-Förderung des Landes ist die Unterstützung und Kofinanzierung von Bundesförderprojekten im Rahmen der Förderinitiative Breitband Austria 2030 für gigabitfähige Breitbandnetze in Vorarlberg. Die Landesförderung beträgt bis zu 25 Prozent der Investitionskosten. Als nächster Schritt erfolgt deshalb eine Top-Up-Förderung des Landes in Höhe von 5,2 Millionen Euro speziell für die Talschaften Montafon und Großes Walsertal.
Laut Quido Salzmann, Vorstand der illwerke vkw AG, werden aktuell in 13 Gemeinden Tiefbauarbeiten durchgeführt, in weiteren zehn Gemeinden haben Ausbauarbeiten bereits begonnen oder sind für heuer beziehungsweise Anfang 2027 geplant. „Damit setzen wir den schrittweisen Ausbau der Breitbandnetze fort und investieren in den kommenden zehn Jahren rund 382 Millionen Euro in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur“, erklärt Salzmann. Ziel ist es, etwa 60.000 Haushalten – rund 30 Prozent aller Haushalte in Vorarlberg – den Anschluss an gigabitfähiges Internet zu ermöglichen.
Derzeitige und geplante Ausbautätigkeiten:
Die Glasfaserinfrastruktur wird in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ausgebaut und den Betreibern über ein Open-Access-Modell zur Verfügung gestellt. Mit diesem „offenen“ Modell soll gewährleistet werden, dass alle Anbieter die gleiche Infrastruktur nutzen, der Wettbewerb sich auf Diensteebene entwickelt und die Endkunden frei zwischen den verschiedenen Anbietern die für sie besten Produkte für Internet, TV und Telefonie wählen können. Ein kostspieliger Mehrfachausbau der Breitbandnetze soll somit vermieden werden.