Automatisierte Mobilität in Vorarlberg

17.6.2026 - Thomas Mair | Land Vorarlberg

Informationsveranstaltung auf Einladung des Landes Dornbirn (VLK) – Das Land Vorarlberg und AustriaTech haben gestern (Dienstag) zu einer Informationsveranstaltung zur automatisierten Mobilität in Vorarlberg eingeladen. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Vorarlberger Städten, Regionen und des Landes, aus Wirtschaft, Tourismus und der Forschung, ÖPNV-Verantwortliche und weitere Mobilitätsexperten informierten sich über aktuelle nationale und internationale Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld der Mobilität. Mögliche Anwendungsfälle in Vorarlberg wurden diskutiert.

Anlass für die Veranstaltung war die im Februar 2026 gefasste Entschließung des Vorarlberger Landtags, demgemäß die Vorarlberger Landesregierung gemeinsam mit Gemeinden, Verkehrs- und Logistikunternehmen sowie Forschungspartnern ein Pilotprojekt zum Autonomen Fahren initiieren und dessen Ergebnisse evaluieren soll.

  Landesstatthalter Christof Bitschi verwies auf die Bedeutung des autonomen Fahrens für eine zukunftsfähige Mobilität: „Automatisierte Mobilität wird uns zukünftig mithelfen, die verkehrspolitischen Zielsetzungen des Landes zu erreichen und gerade im Öffentlichen Verkehr eine wichtige Ergänzung darstellen“.

Auch Landesrat Marco Tittler sieht in der autonomen Mobilität großes Potenzial: „Wir setzen auf eine gezielte Unterstützung digitaler Innovationsprojekte in Unternehmen, um die heimische Wirtschaft für die Mobilitätswende zu rüsten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.“

  Um den Wissensaufbau sowie potenzielle Anwendungsfälle für ein geeignetes Pilotprojekt in Vorarlberg zu unterstützen, wurde in der Veranstaltung Wissen zu Automatisierter Mobilität vermittelt. Zum Einstieg gab Wolfram Klar (AustriaTech) einen Überblick zu den Rahmenbedingungen und Aktivitäten zu Automatisierter Mobilität in Österreich. Anschließend wurden die Erfahrungen aus dem österreichischen Leitprojekt zu Automatisierter Mobilität ROBERTA von Wolfgang Schildorfer (FH Oberösterreich), dem im benachbarten Schweizer Rheintal umgesetzten Projekt AmiGo von Roger Walser (PostAuto AG) und einem weiteren Schweizer Projekt iamo im Großraum Zürich von Pascal Kern und Matthias Sieber (Amt für Mobilität, Kanton Zürich) präsentiert und diskutiert.

   Weiters wurden Ideen zu geeigneten Anwendungsfällen und Einsatzzwecken Automatisierter Mobilität in Vorarlberg besprochen. Dabei wurden auch die erwünschten und nicht erwünschten Auswirkungen durch den Einsatz Automatisierter Mobilität diskutiert. Die Basis dafür legten die Präsentationen von Mathias Mitteregger (MOURA) und Herbert Bork (stadtland) über das Projekt HAF-ALP-TOUR, das Automatisierte Mobilität im Montafon behandelt, sowie die Präsentation von Roman Krebs (Postbus AG) zu einem möglichen Initialprojekt in Wolfurt.

   Abschließend hielt Landesstatthalter Bitschi fest, dass das Land Vorarlberg die automatisierte Mobilität aktiv vorantreiben und unterstützenwerde, um diese sinnvoll und zielorientiert für Vorarlberg einzusetzen.



https://presse.vorarlberg.at/land/public/Automatisierte-Mobilit-t-in-Vorarlberg