FÜRACKER: RESIDENZ MÜNCHEN – 200 JAHRE GRUNDSTEINLEGUNG FÜR „KÖNIGSBAU“ – Baubeginn zu Prachtbau am Max-Joseph-Platz am 18. Juni 1826 // König Ludwigs I. Traum vom „Florenz an der Isar“

17.6.2026 - | Bayerische Staatsregierung

„Vor 200 Jahren wurde der Grundstein zum neuen Wohnpalast des Königsbaus von Ludwig I. im Süden der Münchner Residenz gelegt – ein Meilenstein, der die Residenz zum ‚Florenz an der Isar‘ machte. Bis 1835 errichtete Ludwigs Hofarchitekt Leo von Klenze den weltbekannten Königsbau nach florentinischen Vorbildern des 15. Jahrhunderts, wie beispielsweise den Palazzo Pitti und den Palazzo Ruccelai. Der Königsbau mit seiner Fassade aus gelb-grünem Sandstein vervollständigt seither das einzigartige Residenz-Ensemble, das als repräsentativer und gesellschaftlicher Mittelpunkt im Herzen der Landeshauptstadt bis heute das Stadtbild auf eindrucksvolle Weise prägt“, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des 200. Jubiläums der Grundsteinlegung.

„Als größte urbane Schlossanlage Deutschlands gehört die Residenz heute zu den bedeutendsten Kulturstätten Bayerns und zieht jährlich weit mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Damit der Glanz dieses Juwels auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt, investiert der Freistaat Bayern seit Jahren in dessen Erhalt und in aufwändige Restaurationen – zuletzt mit der Restaurierung der bedeutenden Prunktreppe des Leo von Klenze. Mein besonderer Dank gilt allen Beschäftigten der Bayerischen Schlösserverwaltung, die mit großem Engagement und viel Herzblut dafür sorgen, dass dieses einzigartige Baudenkmal als kultureller Schatz für alle zugänglich und erlebbar bleibt“, so Füracker weiter.
Die Münchner Residenz entwickelte sich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts zum politischen und kulturellen Mittelpunkt Bayerns. Über 400 Jahre war die Münchner Residenz Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Im Laufe der Jahrhunderte gestalteten die Fürsten die einst als reine Fluchtburg errichtete Neuveste in einen prunkvollen Herrschersitz um. Ludwig I. hatte den „Königsbau“ in seiner langjährigen Kronprinzenzeit als ersten „königlichen Bau“ nach Erlangung der Herrschaft geplant. Anlässlich ihrer Silberhochzeit konnten Ludwig I. und Therese am 12. Oktober 1835 den neuen Königsbau beziehen, den das Paar bis zu Ludwigs Abdankung 1848 bewohnte.

Im Zweiten Weltkrieg wurden vor allem die Obergeschosse des Gebäudes stark zerstört und nach dem Krieg sukzessive originalgetreu wieder eingerichtet. Zwischen 2010 und 2018 wurde der Königsbau aufwendig saniert und die Folge der fünf Nibelungensäle einer maßgeblichen Restaurierung unterzogen. In den rückwärtigen Räumen hinter Klenzes Prunkgemächern werden seither auf vier Geschossen die bedeutenden Bestände der ehemaligen Silberkammer, die Sammlung europäischen Porzellans sowie Miniaturmalerei gezeigt. 2021 konnte auch der kriegszerstörte Repräsentationsweg in die Königswohnung, die „Gelbe Treppe“ originalgetreu rekonstruiert werden. Die Residenz beherbergt heute mit über 100.000 Kunstwerken eines der größten Raumkunstmuseen in Europa.

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (BSV) ist mit ihren etwa 1.300 Beschäftigten der größte staatliche Museumsträger Deutschlands. Die BSV betreut bayernweit 45 Schlösser, Burgen und Residenzen, 27 historische Gartenanlagen und 21 Seen.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers


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