200 Jahre Grundsteinlegung Alte Pinakothek

16.6.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Der Bau der Alten Pinakothek im 19. Jahrhundert in München war nicht weniger als eine Revolution der Museumsarchitektur. Der damals größte Museumsbau Europas wurde unter anderem dank moderner Oberlichter und Nordlichtkabinette zum internationalen Vorbild und stand Pate für Bauten wie etwa die Eremitage in Sankt Petersburg. Mit einem Staatsempfang hat die Bayerische Staatsregierung anlässlich der Grundsteinlegung vor 200 Jahren den Bau am Montagabend gewürdigt. „Mit dem Bau der Alten Pinakothek sollte München zu einer europäischen Metropole für Kunst, Kultur und Bildung werden“, stellte Bauminister Christian Bernreiter bei der Feier vor rund 180 geladenen Gästen fest. „Diese große Vision prägt die Landeshauptstadt und ganz Bayern bis heute.“

Heute präsentiert der Klenze-Bau eine der weltweit größten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Unter den mehr als 700 ausgestellten Gemälden befinden sich zahlreiche Werke von Dürer, Rubens, Raffael, Rembrandt, da Vinci und zahlreichen anderen weltweit bekannten Künstlern. Kein Wunder, dass angesichts dieser Exzellenz auch Kunstminister Markus Blume lobende Worte beim Staatsempfang fand: „Große Kunst beginnt mit großen Träumen. König Ludwig I. hatte den Mut zu einer Vision, die ihrer Zeit weit voraus war: Kunst sollte aus den Palästen heraustreten und mitten in der Gesellschaft wirken. Mit der Alten Pinakothek schuf er vor 200 Jahren nicht nur ein Museum, sondern den Ausgangspunkt für Münchens Aufstieg zur Kunstmetropole von Weltrang. Der Bau war bei seiner Eröffnung der größte Museumsbau der Welt und setzte mit seiner Architektur und Konzeption Maßstäbe für ganz Europa. Bis heute wirkt diese Idee fort: Die Alte Pinakothek vereint einzigartige Meisterwerke von Dürer bis Rembrandt und ist ein Publikumsmagnet im Herzen des Kunstareals. Sie ist nicht nur Schaufenster der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Beweis für die außergewöhnlichen Möglichkeiten unseres Kulturstaates Bayern. Herzlichen Dank an alle, die dieses Haus über Generationen hinweg getragen, bewahrt und weiterentwickelt haben – dem Haus Wittelsbach, dem Freundeskreis sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen verdanken wir, dass diese Vision lebendig geblieben ist. Ad multos annos!“

Neben viel Glanz gab es für die Alte Pinakothek seit ihrer Grundsteinlegung am 7. April 1826 auch die schweren Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg. Dass Besucher aus aller Welt die Alte Pinakothek heute wieder in alter Strahlkraft erleben können, ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Team der Technischen Hochschule hatte eine Studie erarbeitet, um die Ruine kostengünstig wiederaufzubauen. Mit sichtbaren Narben im Mauerwerk dient sie heute als Mahnmal der Geschichte und damit als Musterbeispiel für einen geschichtsbewussten Umgang mit historischer Bausubstanz

„Die Verantwortung für qualitätsvolles staatliches Bauen, für den Erhalt des baulichen Erbes und für die Gestaltung lebenswerter Räume bleibt auch in unserer Zeit ein wichtiges Leitbild für staatliches Bauen in Bayern“, so Bernreiter. Die Alte Pinakothek ist dafür ein eindrucksvolles Vorbild. Sie zeigt, dass Architektur und staatliches Bauen Orte der kulturellen und gesellschaftlichen Identifikation schaffen, die weit über reine Funktion hinausgehen und wesentlich für die Identität unseres Landes sind.“

Bilder der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link:

https://medienpool.bayern/stmb/260615Staatsempfang
(Quelle: StMB)



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