KfW finanziert Darlehen an China, um Gewässerschutz am Hanjiang-Fluss zu verbessern – Gemeinsame Vereinbarung in Berlin unterzeichnet
Das Bundesumweltministerium hat die KfW mit der Finanzierung von Gewässerschutz-Maßnahmen in China beauftragt. Damit soll die globale Meeresverschmutzung verringert werden. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Berlin dazu eine hochrangige Delegation des chinesischen Finanzministeriums begrüßt, die sich mit der KfW und Vertretern des Bundesumweltministeriums ausgetauscht hat. Dabei wurde zwischen KfW und dem chinesischen Finanzministerium ein erstes Darlehen in Höhe von rund 70 Millionen Euro zur Verbesserung des Gewässerschutzes am Hanjiang-Fluss unterzeichnet. Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte China Ende März besucht und dabei auch mit dem chinesischen Finanzminister gesprochen. Die Volksrepublik China ist von zentraler Bedeutung für den globalen Schutz von Klima und Umwelt.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Jedes Gramm Mikroplastik, das nicht ins Meer gelangt, schützt den weltweiten Wasserkreislauf. Dafür müssen wir an die Quellen ran, dort wo die Probleme groß sind. China ist ein wichtiger Partner mit Blick auf den globalen Umwelt- und Klimaschutz. Aus diesem Grund haben wir als Bundesumweltministerium die KfW beauftragt, Finanzierungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen einer strategischen Partnerschaft durchzuführen. Das ist eine Win-win-Zusammenarbeit, die keinen Euro Steuergeld kostet, aber der Umwelt nutzt. Es ist ein guter Anfang, wenn wir mit der Finanzierung der KfW den Gewässerschutz am Hanjiang-Fluss verbessern."
Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW: "Die Volksrepublik China ist von zentraler Bedeutung für den globalen Schutz des Klimas und der Umwelt. Dies gilt für die Reduzierung von CO₂-Emissionen sowie für den weltweiten Erhalt von biologischer Vielfalt. Es ist daher in unserem deutschen Interesse, diese globalen Güter gemeinsam zu bewahren. Mit Finanzierungen im eigenen Risiko leistet die KfW somit einen wichtigen Beitrag für Klima- und Umweltschutz."
Der Hanjiang-Fluss ist ein bedeutender Nebenfluss des Jangtsekiang, der aktuell noch zu einem sehr hohen Plastikmüll-Eintrag in die Weltmeere beiträgt. Das Vorhaben umfasst unter anderem Renaturierungsmaßnahmen am Fluss Hanjiang sowie naturnahe Lösungen zur Abwassersammlung, einschließlich eines neuen Systems zur Regenwasserbehandlung. Das Vorhaben leistet somit einen Beitrag zur Verringerung der globalen Meeresverschmutzung.
Nach dem Auslaufen der Kooperation Deutschlands mit China im Bereich der Entwicklungsfinanzierung starten das Bundesumweltministerium und die KfW mit der Finanzierungsvereinbarung nun in eine neue Phase der Zusammenarbeit im Bereich Klima- und Umweltschutz. Die KfW als eine der weltweit größten Förderbanken kann durch langjährige Expertise und passgenaue Finanzierungen in China einen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt leisten. Zudem verfügt sie über 40 Jahre Erfahrung und langjährige sehr gute Kontakte mit chinesischen Partnern. Zur Umsetzung des Auftrags arbeitet die KfW auf chinesischer Seite eng mit dem Finanzministerium zusammen.
Die Finanzierungen der KfW im Auftrag des Bundesumweltministeriums werden ausschließlich aus KfW–Eigenmitteln ohne Beimischung von Haushaltsmitteln oder der Gewährleistung von Garantien seitens des Bundes durchgeführt. Die Darlehen der KfW werden mit Zinsen zurückgezahlt. Es handelt sich nicht um öffentliche Entwicklungsleistungen.