LH Wallner: Entscheidender Meilenstein für Hochwasserschutzprojekt RHESI

20.5.2026 - | Land Vorarlberg

Lustenau (VLK) – Mit der Einreichung des Hochwasserschutzprojekts RHESI zum Behördenverfahren ist ein entscheidender Meilenstein für die Zukunft des Rheintals erreicht. Für Landeshauptmann Markus Wallner ist dieser Schritt, der ziemlich genau zwei Jahre nach Unterzeichnung des dazugehörigen Staatsvertrages erfolgt, „der bisher bedeutendste Meilenstein in diesem Jahrhundertprojekt“. Nach rund 15 Jahren intensiver Planung, Abstimmung und Vorbereitung beginne nun die nächste Phase: „Von der Planung in die Umsetzungsperspektive.“

„RHESI ist eines der größten und wichtigsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahrzehnte und eine zwingende Investition in die Sicherheit und Zukunft des Lebensraums Rheintal“, so Landeshauptmann Markus Wallner. Das Projekt verbessert den Hochwasserschutz auf der rund 26 Kilometer langen Strecke zwischen der Illmündung und dem Bodensee maßgeblich. Hintergrund ist, dass die heutige Abflusskapazität des Alpenrheins für ein extremes, sogenanntes 300-jährliches Hochwasser nicht ausreicht. Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen wären rund 300.000 Menschen und ihre Siedlungsräume, Arbeitsplätze und Infrastruktur im Vorarlberger und St. Galler Rheintal gefährdet. Das Schadenspotenzial liegt bei rund 14 Milliarden Schweizer Franken. „Dieses Risiko können und werden wir nicht akzeptieren“, stellt Wallner klar. Neben dem Sicherheitsaspekt schafft RHESI als eines des größten Renaturierungsprojekte Europas zudem neue Natur- und Erholungsräume entlang des Rheins: „Das Gesicht des Rheintals wird sich auf positive Art verändern“, so Wallner.

Mit der Einreichung startet in Österreich nun das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Mehr als 750 Dokumente mit rund 23.000 Seiten und 500 m² an Plänen wurden eingereicht. Die Dauer des Verfahrens wird auf etwa eineinhalb bis zwei Jahre geschätzt – ohne allfällige Einsprüche und weitere Instanzenzüge. Der Baustart ist derzeit für etwa 2030 vorgesehen. Die Bauzeit wird rund 20 Jahre betragen.

Neben Landeshauptmann Wallner nahm auch die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann an der Pressekonferenz zur Einreichung des Behördenverfahrens teil. Die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann hob die Wichtigkeit für die Region hervor: „Unsere Vorgänger haben vor über 100 Jahren mit der Rheinkorrektion den Grundstein für das Bevölkerungs- und Wirtschafswachstum im Rheintal gelegt. Mit diesem Erfolg stieg aber auch das Schadenpotenzial im Hochwasserfall immer weiter an, sodass jetzt ein besserer, zeitgemässer Hochwasserschutz notwendig ist. Die heutige Einreichung ist ein starkes Signal für die Sicherheit der Menschen im Rheintal.“

Für Wallner steht fest: „RHESI ist unsere Antwort auf die Frage, wie wir unseren Lebensraum langfristig sichern. Wir übernehmen Verantwortung – für die Menschen, die hier leben und arbeiten, für unsere Wirtschaft und für kommende Generationen.“


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