| Datum | 19.10.2026 |
| Subjekt | Hasso-Plattner-Institut |
| Region | Německo |
| Kategorie | Zdravotnictví a nemocnice, Konference a veletrhy, Věda a výzkum |
Vom 14. bis 16. Oktober 2026 kamen Forschende und Gesundheitsexpert:innen zur Digital Health Partnership Conference am HPI zusammen.
Drei Tage voller wissenschaftlicher Impulse, interdisziplinärem Austausch und neuer Perspektiven zeigten, welches Potenzial in internationalen Partnerschaften für die Zukunft der digitalen Gesundheit steckt.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Digital Health Partnership (DHP) zwischen dem HPI, der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und Data4Life, gefördert von der Hasso Plattner Foundation. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, ihre Expertise zu bündeln, die Forschung im Bereich Digital Health voranzutreiben und wissenschaftliche Erkenntnisse in die medizinische Praxis zu überführen.
Bereits vor dem offiziellen Konferenzbeginn wurde die internationale Zusammenarbeit praktisch erlebbar: Beim zweitägigen Digital Health Partnership Hackathon stellten sich 26 Bachelor-, Master- und PhD-Studierende des HPI und der Icahn School of Medicine at Mount Sinai einer anspruchsvollen Herausforderung.
In gemischten Teams entwickelten sie KI-basierte Ansätze, um fehlende Informationen in realen, anonymisierten Patient:innendaten möglichst präzise vorherzusagen. Ziel war es, neue Ansätze zur besseren Erkennung von Risikofaktoren für Komplikationen bei Operationen zu erproben.
Unterstützt von erfahrenen Mentor:innen analysierten die Studierenden Gesundheitsdaten und optimierten ihre KI-Modelle. Den Leaderboard Grand Prize gewannen die beiden HPI-Masterstudierenden Jenny Bonello und Philipp Kolbe. Der Leaderboard Fairness Prize ging an das internationale Team aus HPI-Masterstudentin Gayathri Pichai und Mount-Sinai-Student Jason Shengjia Chen.
Parallel dazu entwickelten Forschende und Projektbeteiligte in einem Design Thinking Workshop an der HPI d-school Ideen, um die internationale Partnerschaft künftig noch effektiver zu gestalten.
Mit der offiziellen Eröffnung am Mittwoch durch das DHP-Führungsteam – Lothar H. Wieler (HPI), Girish Nadkarni (Mount Sinai) und Ben Illigens (Data4Life) – begann das dreitägige Konferenzprogramm. HPI-Geschäftsführer und Dekan Prof. Tobias Friedrich stellte zudem die Vision des HPI Future Campus vor.
Ein besonderer Meilenstein war die Bekanntgabe einer neuen Partnerschaft zwischen dem HPI und der University of Cape Town (UCT) in Südafrika. Die Kooperation eröffnet neue Möglichkeiten für gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte sowie Innovationen im Bereich Digital Health.
Auch der akademische Austausch mit Mount Sinai wird weiter ausgebaut: Ein neues Austauschprogramm ermöglicht Studierenden beider Institutionen internationale Studien- und Forschungserfahrungen. Bereits im Januar 2027 werden zwei HPI-Masterstudentinnen aus dem Bereich Digital Health nach New York reisen. Im Gegenzug verbringen zwei Studierende von Mount Sinai ein Semester am HPI.
Wie können digitale Technologien die Gesundheitsversorgung verbessern? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz? Und wie gelingt der Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Vorträge und Podiumsdiskussionen. Beim Panel "Perspectives on the Future of Digital Health" diskutierte das HPI-Profesor:innen-Trio Georg Kaissis, Ariel Dora Stern und Christoph Lippert gemeinsam mit Ben Illigens über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen.
Eine zentrale Botschaft formulierte Professorin Ariel Dora Stern:
Wir können das nicht alleine schaffen, egal wie klug wir sind.
Wie entscheidend starke Kooperationen sind, verdeutlichte auch die anschließende Podiumsdiskussion "The Power of Partnership in Digital Health". Unter der Moderation von Esther Maria Antao diskutierten Rouven Westphal von der Hasso Plattner Foundation sowie Lothar Wieler, Girish Nadkarni und Ben Illigens über die Chancen internationaler Forschungskooperationen.
Am letzten Konferenztag rückte die klinische Umsetzung digitaler Gesundheitsinnovationen in den Fokus. Die Panels "From Innovation to Impact: Clinical Translation in Digital Health" unter der Leitung von Girish Nadkarni und "When AI Becomes Creative: Transforming Health Innovation" mit HPI-Professor Bernhard Renard beleuchteten den Transfer in die medizinische Praxis und das Innovationspotenzial von KI. Kristina Plattner ergänzte das Programm mit einem Vision Talk zur digitalen Gesundheit in Afrika.
Die Digital Health Partnership Conference 2026 machte deutlich: Die Zukunft der digitalen Gesundheit entsteht durch die Zusammenarbeit über Disziplinen, Institutionen und Ländergrenzen hinweg. Mit neuen Partnerschaften, gestärkten Netzwerken und zahlreichen Impulsen für gemeinsame Forschungsprojekte setzt die Digital Health Partnership wichtige Akzente für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitsversorgung.
https://hpi.de/artikel/digital-health-partnership-conference-2026-am-hpi