| Datum | 17.10.2026 |
| Subjekt | Bundesinstitut für Risikobewertung |
| Region | Německo |
| Kategorie | Zdravotnictví a nemocnice, Věda a výzkum, Životní prostředí |
Darum geht es: Antibiotikaresistente Keime in Fleisch oder Geflügel können bei mangelhafter Lebensmittelhygiene auf den Menschen übertragen werden. Dieses Risiko gehört zu den Verbraucherthemen, die in der Bevölkerung sehr präsent sind. Auf die Frage „Wie sehr beunruhigen Sie die gesundheitlichen Risiken der folgenden Themen?“ zeigten sich 80 Prozent der Befragten besorgt über das Problem antibiotikaresistente Keime, dicht gefolgt von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika. Dies geht aus dem BfR-Verbrauchermonitor hervor, einer regelmäßigen repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Sowohl Antibiotikaresistenzen als auch Mikroplastik lösen seit längerem Besorgnis in der Bevölkerung aus“, erläutert BfR-Präsident Professor Andreas Hensel. „Es sind keine Strohfeuer der Angst, sondern Dauerthemen unserer Zeit, die die Menschen beschäftigen.“
Link zum Verbrauchermonitor:
www.bfr.bund.de/assets/01_Ver%C3%B6ffentlichungen/Wissenschaftsberichte_deutsch/bfr-verbrauchermonitor-2026.pdf
Die Befragung für den BfR-Verbrauchermonitor erfolgte im August 2026, um die öffentliche Wahrnehmung von Gesundheits- und Verbraucherthemen zu untersuchen. Ziel war es, die Bekanntheit von Risiken, die empfundene Beunruhigung, das Informationsverhalten sowie das Vertrauen in verschiedene Akteure und Institutionen zu analysieren.
Gefragt nach der Verbindung zu möglichen gesundheitlichen Risiken steht Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika ganz oben – 84 Prozent der Befragten haben in diesem Zusammenhang bereits von Risiken gehört. Ein ähnlich hohes Risikobewusstsein zeigt sich bei antibiotikaresistenten Keimen in Fleisch oder Geflügel (80 Prozent), Bakterien in Lebensmitteln (73 Prozent) sowie Resten von Pflanzenschutzmitteln (72 Prozent). Auch dass hormonell wirksame Stoffe in Alltagsprodukten mit möglichen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht werden, ist mit 67 Prozent der Mehrheit bewusst. Weitaus seltener wird ein Risiko dagegen bei per- und polyfluorierten Chemikalien (46 Prozent) und Trifluoressigsäure (10 Prozent) wahrgenommen.
Die Studie zeigt zudem ein deutliches Gefälle bei der Glaubwürdigkeit von Informationen: Während das Vertrauen in medizinisches Fachpersonal ungebrochen hoch ist, begegnen die Menschen KI-basierten Systemen und Online-Quellen mit großer Skepsis. Auch beim Einkaufen zeigt sich ein geteiltes Bild. Knapp die Hälfte der Befragten stuft gekaufte Lebensmittel als sicher ein – chemische Haushaltsprodukte und Reiniger werden dagegen weitaus kritischer betrachtet.
Wissenschaftsbericht Antibiotika-Verbrauchsmengen und Therapiehäufigkeit 2025
https://www.bfr.bund.de/wissenschaftsbericht/antibiotika-verbrauchsmengen-und-therapiehaeufigkeit-2025/
BfR-Presseinformationen, Antibiotika in der Tierhaltung: Einsatz sinkt leicht
https://www.bfr.bund.de/presseinformation/antibiotika-in-der-tierhaltung-einsatz-sinkt-leicht/
Fragen und Antworten Mikroplastik: Fakten, Forschung und offene Fragen
https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/mikroplastik-fakten-forschung-und-offene-fragen/