„Ein paar Siege fürs Selbstvertrauen, dann wäre ich zufrieden!“ Mit dieser Erwartungshaltung war Niederösterreichs Tischtennis-Nachwuchshoffnung Nina Skerbinz zu ihrer World-Tour-Premiere beim WTT-Feeder im LIVA Sportpark Lissfeld angereist. Mit einer Bronzemedaille im Doppel mit ÖTTV-Teamkollegin Karoline Mischek-Colucci reist sie wieder ab. „Ich bin sehr zufrieden“, gab sich die ÖTTV-Damen-Staatsmeisterin entsprechend erleichtert. Für Skerbinz ist es der nächste Meilenstein in einem besonderen Jahr: Erst diese Woche wurde die 16-Jährige für die Youth Olympic Games in Dakar nominiert und gilt dort als eine der großen österreichischen Nachwuchshoffnungen.
Linz bleibt ein guter Boden für Nina Skerbinz: 2024 sorgte die damals 14-jährige Niederösterreicherin bei der EM in der Tips Arena für Furore, als sie sich via Qualifikation in den Hauptbewerb spielte. Zwei Jahre später lieferte Nina beim ersten WTT-Turnier in Österreich seit 2019 abermals positive Schlagzeilen. Im Einzel bezwang sie zum Auftakt mit Lea Rakovac (CRO) die Nummer 94 der Weltrangliste, konnte dann auch im Achtelfinale mit der Inderin Sayali Wani mithalten und musste sich mit 1:3 (2:11, 11:9, 9:11, 9:11) am Ende nur knapp geschlagen geben. „Da wäre definitiv auch noch mehr möglich gewesen“, meinte die 16-Jährige nachher. Im Doppel – mit Karoline Mischek-Colucci – gelang der Einzug ins Semifinale und damit hatte das Duo eine Medaille sicher. Gegen Anna Brzyska/Zuzanna Wielgos (POL) gab’s am Samstagnachmittag eine 0:3-Niederlage (6:11, 10:12, 9:11). „Das Ergebnis klingt deutlich. Aber wir hatten unsere Chancen, haben definitiv gut mitgespielt.“
„Das WTT-Feeder-Turnier in Linz soll als Sprungbrett für ÖTTV-Talente dienen“, betonte Neo-Sportdirektor Marius Mandl. Nina Skerbinz konnte die Erwartungshaltung einmal mehr (über)erfüllen. Positives Schlussfazit: „Die EM Mitte Oktober in Laibach kann kommen. Ich bin bereit.“ Vorher muss sie noch die Schulbank im Wiener Gymnasium am Augarten drücken.