Post führt neue Formate für Briefe ein

27.8.2026 - | Stiftung Warentest

Die Deutsche Post ändert ab dem 1. Januar 2027 die Maße und Gewichts­ober­grenzen für große Briefe. Ob und wie das Porto steigt, steht noch nicht fest.

Die Post verringert von 2027 an die Anzahl der Briefformate. Die neuen Regeln gelten für das In- und Ausland. Sie sollen den Versand vereinfachen, mehr Auto­matisierung ermöglichen und eine klare Grenze zwischen Dokumenten- und Waren­versand schaffen, heißt es auf der Internetseite der Post. Briefe könnten zuver­lässiger und schneller bearbeitet werden. Kunden, die die seit vielen Jahren gültigen Formate gewöhnt sind, müssen sich umstellen.

Groß­brief darf schwerer und dicker sein

Beim Groß­brief National ändern sich Gewicht und Höhe: Er darf mit 1 000 g doppelt so schwer wie vorher sein und bis 3 cm hoch (bisher 2 cm). An den Seiten­längen ändert sich nichts (Länge: 10 bis 35,3 cm; Breite: 7 bis 25 cm).

Der Maxi­brief darf mit 2 000 g auch doppelt so schwer werden wie bisher sowie etwas länger und breiter: 2,8 cm länger und 5,5 cm breiter. Die neue Länge reicht von 10 bis 38,1 cm, die Breite von 7 bis 30,5 cm. Die Höhe ist nun aber auf 3 cm begrenzt (bisher 5 cm).

Zusatz­option für Maxi­brief entfällt

Das noch dieses Jahr gültige Zusatz­entgelt für den Maxi­brief bei über­großen Sendungen – alle Seiten zusammen durften nicht mehr als 90 cm sein – entfällt dann. Alle Sendungen, die über die genannten Maße hinaus gehen, müssen als Päck­chen oder Paket verschickt werden.

Auch Neues für Sendungen ins Ausland

Auch die Formate für den interna­tionalen Versand ändern sich. Der Maxi­brief interna­tional wird abge­schafft. Neu ist der Midi­brief: Er darf bis 500 g schwer und 2 cm hoch sein. Seine Maße: Länge 14 bis 38,1 cm, Breite 9 bis 30,5 cm.

Der Groß­brief interna­tional hat ähnliche Maße wie der Maxi­brief national, darf aber nur 1 000 g schwer sein.

Entscheidung über neue Portopreise im Herbst

Ob und welche Preis­erhöhungen es im Bereich der Brief- und Paket­produkte für Privatkunden ab 2027 gibt, entscheidet die Bundes­netz­agentur. Auf Nach­frage von Stiftung Warentest teilte die DHL Group mit, dass man davon ausgehe, dass das gesetzlich vorgeschriebene Preis­verfahren im Spät­herbst abge­schlossen sein werde.

Tipp: Wenn Sie sich über die Brief­zustellung ärgern, können Sie sich beschweren. Wie das geht, lesen Sie unter Ärger mit der Post.

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