Bregenz (VLK) – Das Land Vorarlberg fördert die Implacement Stiftung „Zukunftsstiftung Vorarlberg“ und stellt dafür bis zu 60.000 Euro bereit. Ziel der Stiftung ist es, arbeitssuchende Menschen über bedarfsgerechte, arbeitsplatznahe Qualifizierung rasch wieder in die Beschäftigung zu bringen. Mit der Initiative werden heuer bis zu 150 arbeitssuchende Personen unterstützt, sagt Wirtschaftslandesrat Marco Tittler: „Wir investieren gezielt in Qualifizierungen mit direktem Praxisbezug, damit Menschen rasch wieder Arbeit finden.“
Da Personen mit niedrigem Bildungsabschluss am meisten gefährdet sind, arbeitslos zu werden und zu bleiben, setzen das AMS Vorarlberg und das Land Vorarlberg mit der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme „Zukunftsstiftung Vorarlberg“ auf eine praxisnahe Weiterbildung von arbeitssuchenden Menschen. Die Implacement Stiftung fördert die rasche Rückkehr in die Erwerbstätigkeit und wirkt Langzeitarbeitslosigkeit entgegen.
„Die Initiative führt Arbeitskräftepotenziale und betriebliche Bedarfe passgenau zusammen. Für Teilnehmende schafft sie klare Perspektiven, für Unternehmen Planungssicherheit bei der Besetzung offener Stellen“, betont Tittler.
Zielgruppe der Stiftung sind einerseits Personen ab 18 Jahren, die beim AMS als arbeitslos vorgemerkt sind, bereits einen Pflichtschulabschluss haben und motiviert sind, sich höher zu qualifizieren. Andererseits richtet sich die Stiftung auch an Vorarlberger Unternehmen, die einen Personalbedarf an Fachkräften haben und bereit sind, diese Menschen auszubilden und zu beschäftigen. „Wir qualifizieren gezielt dort, wo Fachkräfte fehlen, und verbessern so die Beschäftigungschancen“, führt der Landesrat aus. Im Fokus stehen MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie Berufe in Bereichen mit besonderem Fachkräftebedarf – etwa Tourismus und Freizeitwirtschaft, Handelsberufe, Industrie, Gewerbe und Handwerk, IT, Administration und Consulting, der Dienstleistungssektor sowie Berufe der Mangelberufsliste.
Das AMS Vorarlberg, das Land Vorarlberg und die Unternehmen finanzieren die Maßnahme gemeinsam. Vom AMS erhalten die Teilnehmenden während der Ausbildung ein Stiftungsarbeitslosengeld und sind in dieser Zeit auch sozialversichert. Das jeweilige Unternehmen zahlt einen Unternehmensbeitrag je TeilnehmerIn, mit dem das Stipendium und das Stiftungsmanagement finanziert werden. Für die Ausbildungskosten kommen das AMS Vorarlberg und das Land Vorarlberg in einem Verhältnis von 80:20 auf. Das Land Vorarlberg beteiligt sich während der Projektlaufzeit von Anfang 2026 bis Ende 2029 an den Ausbildungskosten mit durchschnittlich 400 Euro je TeilnehmerIn und insgesamt mit bis zu 60.000 Euro. Der letztmögliche Eintrittstermin in das Projekt ist der 31. Dezember 2026.