Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert transdisziplinäres FAU-Projekt für Nachhaltigkeit in der Lehre.
Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, soziale Ungleichheiten, Gesundheitskrisen oder Fragen nachhaltiger Wirtschaftsweisen – sind komplex und miteinander verflochten. Ihre Bewältigung erfordert neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Universitäten spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie bilden die Fachkräfte, Entscheidungsträger/-innen und Gestalter/-innen von morgen aus und schaffen Räume für Innovation und gesellschaftliche Transformation. Mit dem Projekt Transdisciplinary Education for Responsible Action (TERRA) setzt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) genau an dieser Schnittstelle an. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert das FAU-Projekt mit fast 3,5 Millionen Euro.
TERRA versteht Nachhaltigkeit als Zusammenspiel ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung. „Damit dieses Zusammenspiel möglich wird, ist unser zentraler Ansatz Transdisziplinarität“, erklärt Prof. Dr. Svenja Bedenlier, Sprecherin der Kollegialen Leitung des FAU Kompetenzzentrums Lehre. „Studierende sollen also nicht nur innerhalb ihrer jeweiligen Fachdisziplinen lernen, sondern gemeinsam mit Akteur/-innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft an realen Fragestellungen arbeiten.“ Dadurch entstehen Lernräume, in denen wissenschaftliche Expertise und gesellschaftliche Praxis zusammengeführt werden. „Das Projekt verbindet so wissenschaftliche Analyse mit konkreter gesellschaftlicher Wirkung und schafft Lerngelegenheiten, in denen Studierende Selbstwirksamkeit erfahren und Verantwortung übernehmen können“, führt Svenja Bedenlier weiter aus.
„Studierende sollen also nicht nur innerhalb ihrer jeweiligen Fachdisziplinen lernen, sondern gemeinsam mit Akteur/-innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft an realen Fragestellungen arbeiten.“
Prof. Dr. Svenja Bedenlier
Studierende erwerben so neben fachlichem Wissen insbesondere Kompetenzen wie:
also Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend komplexere Welt.
Ziel von TERRA ist insbesondere, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) langfristig und strukturell in Studium und Lehre zu verankern. So sollen Nachhaltigkeitsthemen entlang der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen systematisch in Studiengänge integriert werden. Außerdem sollen unter anderem innovative transdisziplinäre Lehr- und Lernformate entwickelt, Studierende stärker an der Gestaltung von Lehrangeboten beteiligt und ein universitätsweites Nachhaltigkeitszertifikat aufgebaut werden. Letztlich möchte die FAU so auch übertragbare Modelle für andere Hochschulen zu entwickeln.
„Das Projekt knüpft unmittelbar an die strategische Ausrichtung der FAU an“, sagt Prof. Dr. Andrea Bréard, Vizepräsidentin Education an der FAU. „Denn Nachhaltigkeit gehört zu den zentralen Querschnittsthemen der FAU und ist in der Hochschulstrategie verankert.“ Deshalb wird TERRA auch als gemeinschaftliches Vorhaben zentraler Einrichtungen, der Fakultäten und Lehrstühle sowie der Studierenden umgesetzt, die breite institutionelle Verankerung ist ein wesentliches Merkmal des Projekts.
Als Volluniversität mit einem starken Innovationsökosystem in der Metropolregion Nürnberg verfügt die FAU über hervorragende Voraussetzungen für transdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Projekt schafft neue Verbindungen zwischen Universität, Unternehmen, Kommunen, NGOs, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, wodurch innovative Lern- und Gestaltungsräume entstehen, die weit über die FAU hinaus wirken können.
Zu den Partnernetzwerken gehören unter anderem das Bayerische Zentrum für Nachhaltigkeit (BayZeN), die Industrie- und Handelskammer Nürnberg, die Erlanger Klima-Allianz sowie die internationalen Partner im EELISA-Netzwerk.
https://www.fau.de/2026/08/news/studium/welcome-terra-zukunft-lernen-zukunft-gestalten