Autobahn GmbH bestätigt Pläne für sechsspurigen Ausbau.
Die Planungen für einen sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A8 zwischen Rosenheim und der Landesgrenze laufen. Das betont Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Die A8 ist die Schlagader für Südostbayern! Deswegen muss der sechsstreifige Ausbau der Autobahn A8 kommen und wird mit ganzer Kraft vorangetrieben. Von einem Planungsstopp kann keine Rede sein. Der Bundesverkehrswegeplan ist Gesetz. Als Staatsregierung machen wir deswegen maximal Druck. Jede Chance, schneller voranzukommen, muss konsequent genutzt werden. Schließlich hängt am Ausbau auch der Lärmschutz, auf den die Menschen entlang der A8 seit langem warten. Das neue Infrastrukturzukunftsgesetz stellt Autobahnprojekte ins überragende öffentliche Interesse. Damit haben wir ganz neue Möglichkeiten. Bundesverkehrsminister Bilger hat mir seine Unterstützung zugesagt, die Autobahn GmbH setzt ihre Planungen fort. Die A8 verdient und bekommt unsere ganze Aufmerksamkeit!“
Der sechsstreifige Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und dem Grenzübergang Walserberg ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan in verschiedenen Dringlichkeitsstufen enthalten. Im Abschnitt Rosenheim (Inntal-Dreieck) bis Traunstein (Anschlussstelle Siegsdorf-Ost) „Vordringlicher Bedarf“, im Abschnitt Traunstein – Grenze Walserberg „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“. Für zwei Planungsabschnitte wurden bisher Planfeststellungsverfahren angegangen. Im Abschnitt Rosenheim – Achenmühle läuft das Verfahren seit 2014. Im Abschnitt Achenmühle – Bernauer Berg, mit Einhausungen bei Frasdorf, ist der Planfeststellungsbeschluss erlassen, ein Gerichtsentscheid steht noch aus.
Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber: „Die A8 ist schon heute an vielen Reise- und Ferienwochenenden ein Nadelöhr. Unsere Gäste, unsere heimische Wirtschaft und vor allem die Menschen in der Region erleben die Folgen regelmäßig. Wer Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte erneuert, muss deshalb auch für die nächsten Jahrzehnte planen. Der Bund muss die A8 so ertüchtigen, dass sie den Anforderungen einer der stärksten Wirtschafts- und Tourismusregionen Deutschlands auch künftig gerecht wird.“
Verkehrsminister Bernreiter: „Die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Autobahn warten teils seit Jahrzenten auf einen modernen Lärmschutz. Wenn an der A8 aber nur Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, ist das wegen der Rechtslage nicht möglich. Auch deswegen ist der Ausbau nötig. Wir brauchen eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur und einen zeitgemäßen Lärmschutz. Wir als Staatsregierung dringen deswegen darauf, dass der Bund und seine Autobahn GmbH die Zusagen einhalten.“
Im Jahr 2009 ist für den gesamten Ausbau ein umfangreicher Planungsdialog mit den Kommunen entlang der A8 und einer Reihe von Verbänden und Bürgerinitiativen durchgeführt und abgeschlossen worden. Das Ergebnis war der sechsstreifige Ausbau auf ganzer Länge mit umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen, unter anderem Einhausungen bei Frasdorf und Neukirchen. Die Talbrücke Bergen ist beispielsweise bereits im Vorgriff auf den sechsstreifigen Ausbau hin geplant und gebaut worden – also in der entsprechenden Breite und versehen mit Lärmschutz.