„Respektiere deine Grenzen“: Gemeinsam achtsam in der Natur

27.7.2026 - Martina Hämmerle | Land Vorarlberg

LR Gantner: „Danke an alle, die mit Rücksicht und Verantwortung unterwegs sind.“

Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Natur bietet im Sommer vielfältige Möglichkeiten für Sport und Erholung – gleichzeitig ist sie Lebensraum für zahlreiche, teils seltene Tier- und Pflanzenarten. Damit ein gutes Miteinander von Mensch und Natur gelingt, vermittelt die Landeskampagne „Respektiere deine Grenzen“ zentrale Verhaltensregeln. „Unser Ziel ist es, die Natur gemeinsam zu erleben und zu bewahren. Viele Menschen sind bereits mit großer Rücksicht und Verantwortung in der Natur unterwegs – dafür gebührt ihnen ein herzliches Dankeschön. Wer Grenzen respektiert, leistet einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Naturschutz. So können wir alle die Schönheit Vorarlbergs auch in Zukunft genießen – mit Verantwortung statt Verboten“, betont Landesrat Christian Gantner anlässlich des morgigen Welttags des Naturschutzes am 28. Juli.

Gerade in den Sommermonaten suchen Wildtiere abgelegene, dicht bewachsene Bereiche auf, um sich und ihren Nachwuchs zu schützen. Wer abseits der markierten Wege unterwegs ist, dringt in diese sensiblen Rückzugsräume ein. „Auf den Wegen zu bleiben, ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Beitrag zum Schutz der Wildtiere“, rät Gantner. Besonders Schutzgebiete und Wildruhezonen spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt gefährdeter Arten wie Auerhuhn oder Birkhuhn. Diese Zonen sind gezielt ausgewiesen, um ungestörte Lebensräume zu sichern. Ihre Lage sowie die geltenden Regeln können jederzeit über den Vorarlberg-Atlas oder www.respektiere-deine-grenzen.at eingesehen werden; Hinweisschilder vor Ort geben zusätzliche Orientierung. Das Respektieren dieser Bereiche ist ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Zudem sollten Hunde im Gelände stets an der Leine geführt werden, da freilaufende Hunde Wild- und Weidetiere (v. a. Mutterkühe) aufschrecken können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wahl der Tageszeit für Touren. Dämmerung und Nacht sind für viele Wildtiere die wichtigsten Phasen für Nahrungsaufnahme und Aufzucht. Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangstouren können die Tiere bei diesen Aktivitäten stören. Touren sollten daher nach Möglichkeit rechtzeitig beendet und nicht vor Sonnenaufgang begonnen werden, um die Wildtiere nicht zusätzlich zu belasten. Auch Lärm ist zu vermeiden, damit sich die Tiere nicht bedroht fühlen. Ergänzend gilt: Abfall ist immer mitzunehmen, Spuren sollten keine hinterlassen werden. So bleibt die Natur für alle erlebbar und lebenswert.

Weitere Verhaltensregeln
Die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ richtet sich an alle, die im Sommer draußen unterwegs sind – ob zu Fuß, mit dem Rad, beim Klettern, Wassersport oder Gleitschirmfliegen.

Sportlerinnen und Sportler können sich an folgenden Verhaltensregeln orientieren:
 Mountainbiken: Das Befahren von Waldwegen und Forststraßen ist nur auf freigegebenen Strecken erlaubt. Mehr Informationen: Bike-Kodex, Streckennetz im V-Atlas
 Wassersport: Beim Wassersport auf dem Bodensee sind Schilfgürtel und Uferröhrichte als wichtige Brut- und Rückzugsräume zu respektieren – im Rheindelta ist das Befahren bestimmter Bereiche ganzjährig untersagt.
 Gleitschirmfliegen: In vielen Schutzgebieten gilt eine vorgeschriebene Mindestflughöhe von 300 m über Grund, außerhalb davon sollten knappe Überflüge sensibler Vogel- und Wildlebensräume freiwillig vermieden werden.
 Klettern: Kletternde werden gebeten, während der Brutzeit besonders auf Hinweisschilder zu achten und Brutgebiete zu meiden.

Weitere Informationen, praktische Verhaltenstipps und aktuelle Hinweise sind auf www.respektiere-deine-grenzen.at sowie im Vorarlberg-Atlas abrufbar.


https://presse.vorarlberg.at/land/public/-Respektiere-deine-Grenzen-Gemeinsam-achtsam-in-der-Natur