Philosophische Fakultät Examensfeier für Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen

25.7.2026 - | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Die Philosophische Fakultät verabschiedete am 20. Juli 2026 mit ihrer Examensfeier 112 Bachelor- und 30 Masterabsolventinnen und -absolventen. Gemeinsam mit ihren Familien, Freundinnen und Freunden sowie den Lehrenden feierten die Examinierten den erfolgreichen Abschluss eines prägenden Lebensabschnitts und nahmen im festlichen Rahmen ihre Urkunden entgegen. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung von fünf Sonderpreisen, mit denen herausragende akademische Leistungen ausgezeichnet wurden.

Dekanin Prof. Dr. Ulli Seegers eröffnete die akademische Feierstunde und beglückwünschte die Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Ebenso richtete Studiendekan Prof. Dr. Frank Meier in seinem Grußwort herzliche Worte an die Examinierten. Er bezog sich in seiner Ansprache auf die rheinische Redewendung „Jeder Jeck is anders“. Diese stehe nicht nur sinnbildlich für das rheinische Lebensgefühl, sondern repräsentiere zugleich auch die Vielfalt der Studierendenschaft sowie die Verantwortung, jedem Menschen mit derselben Wertschätzung und Achtung zu begegnen. Neben dem Fachwissen lerne man an einer Universität ebenso, dass Unterschiedlichkeit kein Hindernis für die Gemeinschaft sei, sondern deren Voraussetzung. „Und vielleicht ist genau das Ihre Aufgabe, als Menschen und als Geisteswissenschaftler*innen: den Blick für den rheinischen Frohsinn, das Sonderbare und das Abseitige nicht zu verlieren“.

Constantin Oberpenning, Bachelorabsolvent im Studiengang Transkulturalität, hielt als Vertreter der Examinierten eine beeindruckende Rede. Er erinnerte daran, dass unsere Zeit von Geschwindigkeit geprägt sei, in der Meinungen und Urteile innerhalb von Sekunden gebildet und gefällt würden. Die Geisteswissenschaften wirkten dagegen wie ein Gegenentwurf, indem sie dazu anregten, Fragen auszuhalten, selbst wenn Antworten noch nicht erkennbar oder unbequem seien. Große Herausforderungen würden nicht von denjenigen gelöst, die glaubten, bereits alle Antworten zu haben, sondern von denjenigen, die bereit seien, weiter zu fragen, zuzuhören und zu lernen: „Und mögen wir die Fähigkeit bewahren, zuzuhören, bevor wir urteilen, und zu verstehen, bevor wir bewerten.“

Verleihung von fünf Sonderpreisen für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten

Davina Lunow erhielt für „Radikal lesen. Die kulturelle Hegemonieoffensive der Neuen Rechten“ den Carl-Wambach-Preis der Heinrich Heine – Carl Wambach Stiftung für die sprachlich beste unter den inhaltlich herausragenden Masterarbeiten des Faches Germanistik durch Prof. Dr. Stefan Hartmann.

Den erstmalig verliehenen KuK-Preis überreichten gemeinsam sein Stifter Markus Eisenbeis sowie Studiengangsleiterin Prof. Dr. Ulli Seegers für die beste Masterarbeit im Studiengang Kunstvermittlung und Kulturmanagement 2025/26 an Maya Wilson für ihre Arbeit zum Thema "Funktion, Form und Relevanz von Galeriepublikationen im Kunstmarkt. Eine Analyse des Ausstellungskatalogs als mediales Grenzobjekt".

Prof. Dr. Margrit Schulte Beerbühl zeichnete Anna Post für ihre Masterarbeit „Zwischen Grab und Anatomiesaal. Das "Diary of a Resurrectionist" (1811-1812) und die Praxis des Londoner Leichenhandels“ mit dem Preis des Freundeskreises Geschichte für die beste geschichtswissenschaftliche Masterarbeit im Sommersemester 2026 aus.

Für die besten Master of Arts-Abschlüsse im Studiengang Literaturübersetzen erhielten Clara Sophie Görres und Anna Prickarz den BDÜ-Preis (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer). Überreicht wurde die Auszeichnung durch Ivona Stelzig.

Mit dem Verso-Preis des Vereins der Freunde und Förderer des sozialwissenschaftlichen Instituts e.V. für die beste Masterarbeit im Institut für Sozialwissenschaften 2025/26 wurde Mira Warné mit ihrer Abschlussarbeit zum Thema „Which Discussion Quality Matters? Ein Vergleich der Wirkungen objektiver und subjektiv wahrgenommener deliberativer Diskussionsqualität auf Outcomes von Online-Beteiligungsverfahren“ durch Dr. Susanne Keuneke geehrt.

Musikalisch abgerundet wurde der Abend durch den Unichor der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Silke Löhr, Akademische Musikdirektorin.

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