Mit der „Seekuh“ für gepflegte Häfen und Strandbäder

17.7.2026 - Gerhard Wirth | Land Vorarlberg

LR Gantner begleitete Mäharbeiten des Landesflussbauhofes am Bodensee.

Bregenz (VLK) – Seit fast 40 Jahren ist die „Seekuh“ am Bodensee im Einsatz. Das Mähboot des Landesflussbauhofes entfernt Seegras in Häfen, Strandbädern und weiteren stark genutzten Uferbereichen. Landesrat Christian Gantner besichtigte gestern (Donnerstag, 16. Juli) das Spezialfahrzeug und begleitete die Mannschaft bei einer Ausfahrt. „Die Seekuh ist ein besonderes Arbeitsgerät, das einen wichtigen Beitrag zur Pflege und guten Nutzbarkeit unseres Bodenseeufers leistet. Davon profitieren Bodenseegemeinden, Hafenbesitzende, Badegäste sowie die Freizeit- und Berufsschifffahrt gleichermaßen“, betonte Gantner.

Das Mähen des Seegrases erfüllt unterschiedliche Zwecke. In Häfen und stark befahrenen Bereichen trägt es zur Sicherheit bei: Verfangen sich größere Mengen an Seegras in einer Schiffsschraube, können Boote und Schiffe manövrierunfähig werden. In den Strandbädern wiederum sorgt das Mähen dafür, dass die Badebereiche für die Besucherinnen und Besucher angenehm nutzbar bleiben.

Der Landesflussbauhof führt die Arbeiten ausschließlich im Auftrag und über Anforderung der jeweiligen Bodenseegemeinden oder Hafenbesitzer durch. Das Einsatzgebiet der Seekuh umfasst das österreichische Bodenseeufer sowie Langenargen am deutschen Seeufer. „Der Einsatz erfolgt gezielt dort, wo die Gemeinden und Hafenbetreiber Bedarf sehen. Unser Landesflussbauhof stellt dafür das notwendige Spezialgerät und vor allem die Erfahrung seiner Mitarbeitenden zur Verfügung“, erklärte Gantner.

Die Seekuh wurde 1987 gebaut und ist 10,95 Meter lang sowie 3,16 Meter breit. Ihr Leergewicht beträgt rund 8,5 Tonnen. Das Mähwerk reicht bis in eine Tiefe von maximal zwei Metern. Bei einer Geschwindigkeit von zwei bis drei Kilometern pro Stunde kann das Boot pro Ladung rund vier bis fünf Kubikmeter Seegras aufnehmen. Jährlich ist die Seekuh zwischen 120 und 200 Stunden im Einsatz.

„Die Seekuh ist seit Jahrzehnten verlässlich unterwegs und aus der Pflege der stark genutzten Bereiche am Bodensee kaum wegzudenken. Mein Dank gilt den Mitarbeitenden unseres Landesflussbauhofes, die mit viel Erfahrung und technischem Geschick dafür sorgen, dass Häfen und Strandbäder gut und sicher genutzt werden können“, so Gantner.
 


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