Deutschlands bester Waldbesitzer, Forstunternehmer und Forstwirtschaftlicher Zusammenschluss kommen aus dem Freistaat: Ministerin Kaniber gratuliert den bayerischen Preisträgern zum „Deutschen Waldpreis 2026“

10.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

(10. Juli 2026) Berlin/München – Große Freude in Bayern: Die Auszeichnung „Deutscher Waldpreis 2026“ geht in der Kategorie „Waldbesitzer des Jahres“ an Stefan Strasser aus Wonneberg (Lkr. Traunstein) und in der Kategorie „Forstunternehmer des Jahres“ an die Firma Launer Forsttechnik, Willburgstetten-Villersbronn (Lkr. Ansbach). Den Sonderpreis in der Kategorie „Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse“ erhält die Waldbesitzervereinigung Landshut w.V. (Lkr. Landshut).

Waldministerin Michaela Kaniber gratuliert den drei Preisträgern herzlich zu ihrem Erfolg: „Diese Auszeichnung haben Sie sich verdient. Wir sind stolz auf Sie und all das, was Sie für die grüne Lunge Bayerns tagtäglich leisten. Ihr Einsatz für klimastabile Zukunftswälder zeigt eindrucksvoll, was aktive Waldbewirtschaftung und waldverträgliche Wildbestände gemeinsam bewirken können. Vorbilder wie Sie machen deutlich: Wenn wir unseren Wald pflegen, kann er auch in Zukunft seine wichtigen Funktionen für Klima, Artenvielfalt und Erholung erfüllen.“

Stefan Strasser bewirtschaftet den zwölf Hektar großen Wald seiner Familie. Mit Durchforstungen und gezielter Lichtsteuerung hat er bessere Bedingungen für einen stabileren Mischwald geschaffen. Entscheidender Faktor war auch die Jagd: Seit 2010 bewirtschaftet Stefan Strasser das Jagdrevier, in dem sein Wald liegt, selbst. Alle Baumarten – auch die empfindlichen Eichen und Tannen – können sich heute ohne Schutzmaßnahmen natürlich verjüngen. Für dieses Engagement hat Staatsministerin Kaniber die Jagdgenossenschaft Wonneberg bereits 2025 mit dem Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet.

Firma Launer Forsttechnik: Die 2006 von Thomas Launer gegründete Firma Launer Forsttechnik legt großen Wert auf bodenschonende Forsttechnik. Neben der Holzernte bietet sie in kleinerem Rahmen Forstdienstleistungen wie Pflanzungen, Zaun , Kultur und Wegepflege an. Weiteres Standbein: Motorsägen-Lehrgänge. Mittlerweile führt Sohn Simon Launer die Firma. Außerdem beschäftigt die Firma fünf Fachkräfte. Das Unternehmen organisiert regelmäßig Waldarbeiter Meisterschaften und wird im August 2026 die Bayerische Waldarbeitermeisterschaft ausrichten.

Die Waldbesitzervereinigung Landshut w.V. ist professionell aufgestellt und bietet neben Holzvermarktung und forstlichen Dienstleistungen auch ein breites Angebot an Informationsveranstaltungen bis hin zu einem Jagdkurs an. Mit einem sehr engagierten Team unterstützen sie die Mitglieder bei der Waldbewirtschaftung auf einer Fläche von über 17.400 Hektar.

Die Ministerin sieht in der Auszeichnung ein starkes Zeichen für die gesamte Forst- und Holz-Branche. Der Preis rücke die Bedeutung der nachhaltigen Forstwirtschaft ins öffentliche Bewusstsein: „Klimastabile Wälder entstehen nicht durch Wegschauen, sondern durch Pflege, Nutzung, Verjüngung, Jagd und gutes fachliches Handwerk. Unsere Preisträger zeigen beispielhaft, dass Waldbewirtschaftung auch immer Verantwortung für kommende Generationen bedeutet.“

Der Deutsche Waldpreis wird seit 2018 jährlich von forstpraxis.de, einem Angebot des Deutschen Landwirtschaftsverlags, vergeben. Mit dem Preis werden herausragende Persönlichkeiten, Betriebe und Vereinigungen ausgezeichnet, die sich durch besondere Verdienste für die Forstwirtschaft hervorheben. Beim öffentlichen Online-Voting konnten alle Interessierten ihre Stimmen für die Kandidaten in den Hauptkategorien abgeben. Anschließend traf eine fachkundige Jury die finale Entscheidung. Die Preisverleihung fand am 9. Juli in Berlin statt.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers


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