Seit 2024 findet am 10. Juli der Tag der Solidarität mit Jüdinnen, Juden und Israel statt. Er soll auf die antisemitischen Vorfälle aufmerksam machen, die seit dem Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 massiv angestiegen sind. Gerade auch im digitalen Raum verbreiten sich radikale antisemitische Ideologien bis hin zu Todesdrohungen. Die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Die antisemitischen Vorfälle sind nach wie vor auf einem erschreckend hohen Niveau. 1551 Fälle wurden der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus allein im Jahr 2025 gemeldet. Das sind mehr als vier Vorfälle pro Tag. Die Dunkelziffer liegt viel höher. Jede antisemitische Tat ist eine zu viel. Der Kampf gegen Judenfeindlichkeit ist ein Dauerlauf. Wir brauchen eine breite Solidarität aus der Gesellschaft heraus – und das nicht nur zum heutigen Aktionstag, sondern immer. Ich setze mich dafür ein, dass Jüdinnen und Juden frei, sicher und offen leben können.“
Der Tag der Solidarität mit Jüdinnen, Juden und Israel schafft mehr Sichtbarkeit und Sicherheit für jüdisches Leben. Viele Jüdinnen und Juden müssen aus Angst vor Übergriffen und Anfeindungen ihre Identität verdecken, jüdische Symbole wie eine Kippa oder eine Davidsternkette werden nicht (offen) getragen, Hebräisch sprechen vermieden. Um dieser Angst entgegenzuwirken, braucht es Solidarität und Zivilcourage aus der Bevölkerung. Daher unterstützt und fördert das Bayerische Sozialministerium gezielt Präventionsarbeit gegen Antisemitismus. Die geförderten Projekte, u.a. „YouthBridge“ und „Blickwechsel“, sensibilisieren Jugendliche, Ehrenamtliche und Fachkräfte gegen Antisemitismus und schaffen Begegnungen.
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