Ein Pflaster für gebrochene Herzen, Menstruationsblut als Elixier, stille Epidemie Einsamkeit: Unser neues Magazin zeigt, wie Leibniz-Forschende daran arbeiten, Leiden früher zu erkennen und wirksamer zu heilen.
Die Möglichkeiten scheinen unendlich. Fast täglich liest man von neuen Ansätzen, die Leiden früher erkennen, wirksamer heilen — oder dafür sorgen sollen, dass es einen gar nicht erst erwischt. Die Ideen klingen mitunter ganz einfach: Lassen sich Organe wie alte Motoren reparieren? Mit Algorithmen der Gesichtserkennung Krankheitsüberträger identifizieren? Unsere Recherchen haben gezeigt, wie heilsam der Blick in die Medizingeschichte sein kann. Aber auch, dass wir die Medizin der Zukunft nicht auf morgen verschieben dürfen, wenn wir den Wettlauf gegen resistente Keime und Co. noch gewinnen wollen.
Von der Medizinforschung der Leibniz-Institute, ihren Erkenntnissen und dem oft langen Weg zur Anwendung können Sie jetzt in der neuen gedruckten Ausgabe von »leibniz« lesen. In den kommenden Wochen veröffentlichen wir das Heft außerdem Beitrag für Beitrag in unserem Onlinemagazin unter www.leibniz-magazin.de.
Herzensprojekt: Als Student hat Wolfram-Hubertus Zimmermann eine bestechend einfache Idee: Er will geschädigte Herzen wie kaputte Automotoren reparieren – mit einem Pflaster aus schlagenden Zellen. Dass es ein Vierteljahrhundert später Leben rettet, hat nicht zuletzt mit dem Biologen Rüdiger Behr vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung zu tun. Ein Besuch in Göttingen.
Der Weg der Pest: Im Spätmittelalter fielen dem Schwarzen Tod in Europa Millionen Menschen zum Opfer. Lange wurde biologische Kriegsführung als entscheidender Auslöser des Massensterbens betrachtet. Der Klimahistoriker Martin Bauch vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa konnte nachweisen, dass es ziemlich sicher andere Hintergründe hatte. Und ist überzeugt, dass dieses Wissen heute von besonderer Bedeutung ist.
Heilendes Blut: In der Regel landet es mit dem Tampon im Müll. Für die Immunbiologin Ping Shen hingegen ist Menstruationsblut kein mit Scham behaftetes Abfallprodukt – sondern ein hoffnungsvoller Forschungsgegenstand, der Millionen Menschen ein gesünderes Leben ermöglichen könnte. Am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin hat sie uns die Potenziale des unterschätzten Blutes erklärt.
Außerdem lesen Sie in »leibniz« dieses Mal folgende Beiträge:
Diabetes? Nein danke! Auf unserer Kinderseite geht es dieses Mal um die Zuckerkrankheit – und wie man ihr vorbeugen kann.
Gefährliche Quacksalber? Posts zu medizinischen und psychologischen Themen sind für »Healthfluencer« ein gutes Geschäft. Wann werden Vertrauen und Nähe zum Risiko? Ein Interview.
Epilog: Können tödliche Substanzen heilen? Wir haben Claudia Koch gefragt, die am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels unter anderem zu Giftschlangen forscht.
»leibniz« ist das Magazin der Leibniz-Gemeinschaft. In drei Schwerpunkten im Jahr, von denen einer in gedruckter Form erscheint, erzählt es aus Wissenschaft und Gesellschaft und stellt die Menschen hinter der Leibniz-Forschung vor. Alle Schwerpunkte und weitere Beiträge finden Sie unter www.leibniz-magazin.de. Die Printausgabe können Sie kostenlos abonnieren mit einer E-Mail an abo(at)leibniz-gemeinschaft.de. Alle bereits erschienenen Hefte finden Sie unter www.leibniz-magazin.de/das-heft.
David Schelp
Leibniz-Gemeinschaft
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