Vergangene Woche wurde der neue Leibniz-Präsident Christoph M. Schmidt in Berlin feierlich in sein Amt eingeführt.
Begleitet von den Streichklängen des Ensemble Epicurians begrüßte die Leibniz-Gemeinschaft am 2. Juli 2026 ihren neuen Präsidenten Christoph M. Schmidt mit einer festlichen Nachmittagsveranstaltung in der Berliner Akademie der Künste. Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft kamen zusammen, um den Amtsantritt zu feiern. Unter ihnen waren auch die Botschafterinnen Argentiniens, Betina Pasquali De Fonseca, und Australiens, Natasha Smith. Ein Zeichen der internationalen Bedeutung der Leibniz-Gemeinschaft und zugleich ein persönlicher Bezug zur Biografie des in Australien geborenen Christoph M. Schmidt. Er folgt auf Martina Brockmeier, die im Januar als Präsidentin verabschiedet wurde.
Nach der Begrüßung durch Leibniz-Vizepräsident Albert Sickmann würdigten der Staatssekretär des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Marcus Pleyer, sowie Maria Leptin, Präsidentin des Europäischen Forschungsrates, Christoph M. Schmidt als erfahrenen Ökonomen, der die Leibniz-Gemeinschaft ebenso wie die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik bestens kenne. Marcus Pleyer verwies auf den Akzent, den Christoph M. Schmidt im Laufe seiner beeindruckenden wissenschaftlichen Karriere stets gesetzt habe: „Wer auf die Vielzahl Ihrer Aufgaben blickt, erkennt einen roten Faden: Sie haben Wissenschaft nie als Selbstwert verstanden, sondern immer auch als Grundlage gesellschaftlicher und politischer Gestaltung. Längst sind Sie einer der erfahrensten Politikberater, den wir im Land haben.“
Auch die Rolle der Leibniz-Gemeinschaft als Ganzes kam nicht zu kurz. Staatssekretär Pleyer unterstrich: „Wie kaum eine andere Wissenschaftsorganisation steht die Leibniz-Gemeinschaft für den Anspruch, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung zu verbinden. Mich beeindruckt, wie Sie nationale und europäische Stärke verbinden und technologische Kompetenz mit gesellschaftlicher Reflektion. Vor allem: Sie gehen hinaus, dahin, wo die Menschen sind, wo Entscheidungen getroffen werden – und formen Brücken zwischen Wissenschaft und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftspolitischer Debatten betonten der Redner und die Rednerin außerdem die Bedeutung eines offenen Austauschs als Voraussetzung für Vertrauen in die Wissenschaft.
Anschließend griff Albert Sickmann diese Gedanken auf und betonte die besondere Verantwortung der Leibniz-Gemeinschaft: „Große Kraft steckt in der exzellenten Forschung, in den Tausenden von Menschen, die in den 96 Instituten täglich Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit erarbeiten. Und aus dieser enormen Kraft folgt eine große Verantwortung.“ Mit Blick auf den neuen Präsidenten hob er zudem den Vorteil der Innenperspektive hervor, Christoph M. Schmidt kenne die Gemeinschaft „nicht nur von außen, sondern auch von innen sehr gut“.
In seiner eigenen Ansprache stellte Christoph M. Schmidt seine Schwerpunkte für die kommenden Jahre vor. Ganz nach dem von seinem Namensgeber entlehnten Motto der Leibniz-Gemeinschaft „Forschung für die beste der möglichen Welten“ kündigte er an, ihre nationale und internationale Sichtbarkeit auszubauen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Dabei unterstrich er auch, worauf es ihm inhaltlich besonders ankommt: „Wir forschen an Problemen, die wirkliche Menschen im wirklichen Leben haben.“ Damit verband er den Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz und praktischer Wirkung zusammenzudenken. Sich selbst, so Schmidt, sehe er vor allem als einen Präsidenten, dessen Amtsführung von Loyalität, hohem Einsatz und Transparenz geprägt sein soll. Entsprechend formulierte er auch sein persönliches Versprechen an die Leibniz-Gemeinschaft: „Ich verlasse mich auf Sie, und Sie können sich auf mich verlassen.“
Beim anschließenden Empfang auf der Terrasse der Akademie der Künste nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Mit Blick auf das Brandenburger Tor klang der Nachmittag in sommerlicher Atmosphäre aus.
Fotogalerie zum Amtsantritt
"Im Gegenwind will ich Teil des Teams sein". Ein Gespräch zum Amtsantritt
Von A wie Anfang bis Z wie Zukunft: Das persönliche ABC von Christoph M. Schmidt
Christoph M. Schmidt tritt Amt als Leibniz-Präsident an