Ernährungssouveränität braucht starke Lebensmittelunternehmen in der Region – 100 Jahre Genuss-Molkerei Zott

3.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

(3. Juli 2026) Mertingen – Zum 100-jährigen Jubiläum der Genuss-Molkerei Zott hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Bedeutung leistungsfähiger regionaler Lebensmittelunternehmen für Ernährungssouveränität, Versorgungssicherheit und starke ländliche Räume hervorgehoben. Bei der Jubiläumsfeier in Mertingen würdigte die Ministerin Zott als bayerische Erfolgsgeschichte und als wichtigen Partner der heimischen Milchwirtschaft.

„Ernährungssouveränität entsteht nicht allein auf dem Acker oder im Stall. Sie braucht die ganze Kette: starke bäuerliche Betriebe, leistungsfähige Verarbeitung, verlässliche Logistik und Unternehmen, die Verantwortung für ihre Region übernehmen. Zott zeigt seit 100 Jahren, wie daraus hochwertige Lebensmittel, Arbeitsplätze und regionale Versorgung entstehen“, sagte Kaniber.

Die Ministerin betonte, dass die Krisen der vergangenen Jahre gezeigt hätten, wie wichtig funktionierende regionale Wertschöpfungsketten seien: „Wenn Lieferketten wackeln und Märkte unter Druck geraten, zeigt sich, worauf ein Land wirklich bauen kann. Bayern kann sich auf seine Land- und Ernährungswirtschaft verlassen. Unsere Milchbäuerinnen und Milchbauern und Unternehmen wie Zott sichern Tag für Tag Versorgung, Qualität und Vertrauen.“

Zott stehe exemplarisch für den Beitrag mittelständischer Lebensmittelunternehmen zur Stabilität des Landes. Was 1926 als kleine Landmolkerei begonnen habe, sei heute ein international erfolgreiches Unternehmen mit starken Wurzeln in Bayern. Bekannte Marken wie Monte, Zottarella und Pure Joy zeigten, dass regionale Herkunft, Unternehmergeist und Weltoffenheit zusammenpassen.

Kaniber hob zugleich die Bedeutung des Stammsitzes Mertingen hervor. Mit dem neuen Gründerhaus und weiteren Investitionen vor Ort setze Zott ein klares Zeichen für die Region: „Wer hier investiert, investiert nicht nur in Maschinen und Gebäude. Er investiert in Arbeitsplätze, in bäuerliche Partner, in kurze Wege und in die Versorgung der Menschen. Genau solche Unternehmen brauchen wir, wenn wir Ernährungssouveränität in Bayern ernst nehmen.“

Besonders dankte die Ministerin den Milchbäuerinnen und Milchbauern. Sie seien die Grundlage für den Erfolg der Molkerei und für hochwertige Lebensmittel aus Bayern. „Milch entsteht nicht im Supermarktregal. Milch entsteht auf den Höfen. Dort beginnt die Wertschöpfung, dort beginnt Versorgungssicherheit“, sagte Kaniber. Bayern verfüge mit mehr als 21.700 Milchviehbetrieben über eine starke Milchwirtschaft, die regionale Kreisläufe stärke und den ländlichen Raum präge.
Die Landwirtschaftsministerin würdigte Zott auch als verlässlichen Partner der heimischen Landwirtschaft. Die enge Zusammenarbeit mit den Milcherzeugern sei ein wichtiger Teil des Unternehmenserfolgs. Dass Zott im Jubiläumsjahr mit dem neu geschaffenen Georg-Zott-Sonderpreis besondere Leistungen auszeichne, zeige die Verbundenheit mit den bäuerlichen Partnern.

„Bayern ist stolz auf die Molkerei Zott. Dieses Jubiläum ist mehr als ein Rückblick auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte. Es zeigt, was wir für die Zukunft brauchen: starke Höfe, starke Verarbeiter, starke Regionen. Wer Ernährungssouveränität will, muss genau diese Strukturen erhalten und stärken“, sagte Kaniber.



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