(2. Juli 2026) München – Zum heute Nacht vereinbarten Reformpaket der Koalition auf Bundesebene erklärt die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus Michaela Kaniber:
„Das ist ein starkes Signal: Berlin kommt in den Reformmodus. Ich unterstütze ausdrücklich, dass die Bundesregierung jetzt Entlastung, Vereinfachung und neuen Schwung für unser Land auf den Weg bringt. Genau diesen Reformmut brauchen unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Familien, unsere Betriebe und unsere ländlichen Räume.
Besonders wichtig ist der Bürokratieabbau. Dass Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen künftig pauschal aufgehoben werden sollen, sofern ihre besondere Erforderlichkeit nicht ausdrücklich begründet wird, ist ein echter Paradigmenwechsel. Auch das Ziel, jede vierte Dokumentationspflicht innerhalb eines Jahres abzuschaffen, geht genau in die richtige Richtung. Das ist Vertrauen in die Menschen und Betriebe, die jeden Tag ordentlich arbeiten und Verantwortung übernehmen.
Richtig ist auch die Entscheidung zu den Minijobs. Sie bleiben als wichtiges Instrument erhalten. Das ist für viele Betriebe in Landwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie, Hotellerie, Lebensmittelhandwerk und Direktvermarktung enorm wichtig. Wer Saisonspitzen, Wochenenden, Ferienzeiten oder kurzfristige Arbeitsspitzen bewältigen muss, braucht diese praxistaugliche Möglichkeit. Dass dafür künftig ein etwas höherer pauschaler Steuerbeitrag geleistet wird, ist der richtige und faire Weg: Die Minijobs bleiben, und zugleich wird ein Beitrag zum Gemeinwesen geleistet.
Auch die geplanten längeren Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien sind ein gutes, praxisnahes Signal für unser Lebensmittelhandwerk. Das zeigt: Die Reformen setzen nicht nur abstrakt an, sondern greifen konkrete Fragen aus dem Alltag der Betriebe auf.
Positiv ist außerdem, dass die Bundesregierung Zukunftsbranchen konsequent fördern will. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Ernährung, Holz und Tourismus leisten dazu jeden Tag ihren Beitrag: für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung, Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft und starke ländliche Räume. Diese Bereiche sind Teil der Modernisierung unseres Landes.
Diesen Schwung sollten wir jetzt nutzen. Der nächste wichtige Schritt ist eine praxistaugliche Flexibilisierung der Arbeitszeit, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Betriebe und Arbeitnehmer wollen Lösungen, die zum echten Leben passen – gerade bei Ernte, Saisonspitzen, Wochenenden, Ferienzeiten und Abendgeschäft. Wenn wir den jetzt eingeschlagenen Reformkurs konsequent fortsetzen, kann daraus ein echter Aufbruch für unser Land werden.“