+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat dem Altlandrat des Landkreises Aschaffenburg, Roland Eller, in einem Glückwunschbrief zu dessen 90. Geburtstag am 28. Juni gratuliert. Herrmann schreibt darin: „1972 übernahmen Sie im neu gebildeten Landkreis das Amt des Landrats. Drei Jahrzehnte lang haben Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit großer Sachkenntnis, Tatkraft und menschlicher Zugewandtheit ausgefüllt.“ Gerade die Anfangsjahre nach der Gebietsreform hätten politische Umsicht verlangt, auch Geduld und die Fähigkeit, Menschen zusammenzuführen, weil aus zwei gewachsenen Strukturen ein gemeinsamer Landkreis werden musste. „Dass dies gelungen ist, bleibt eine Ihrer großen Leistungen. Was zunächst für viele Bürgerinnen und Bürger ein Schritt ins Ungewisse war, ist unter Ihrer Führung zu einem guten neuen Ganzen gewachsen“, so Herrmann. +++
Eller habe mit Ausgleich, Augenmaß und persönlichem Geschick dazu beigetragen, dass aus Aschaffenburg und Alzenau ein Landkreis wurde, der bis heute von Zusammenhalt und Heimatverbundenheit geprägt ist. Dabei sei Eller stets wichtig gewesen, dass sich alle Teile des Landkreises gleichwertig entwickeln konnten.
Auch der Ausbau der Bildungslandschaft, starke soziale Einrichtungen und eine vorausschauende Kreisentwicklung würden bis heute die Handschrift Ellers tragen. Auch die wirtschaftliche Stärke des Bayerischen Untermains sei Eller ein zentrales Anliegen gewesen. „Mit der Initiative Bayerischer Untermain und dem Technologie- und Innovationszentrum Aschaffenburg haben Sie regionale Zusammenarbeit, Wissenstransfer und gute Rahmenbedingungen für Existenzgründungen und mittelständische Betriebe gefördert. Ihr langjähriges Engagement im Planungsverband Bayerischer Untermain zeigt zudem, dass Sie die Entwicklung Ihrer Heimat immer über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus gedacht haben“, würdigte Herrmann den Jubilar.
Besonders hervorzuheben sei auch Ellers früher und entschiedener Einsatz für Natur und Umwelt. Schon zu einer Zeit, in der diese Themen noch nicht die heutige öffentliche Aufmerksamkeit hatten, habe er dem Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Aschaffenburg einen festen Platz gegeben. „Die frühe Einrichtung eines eigenen Sachgebiets, die Gründung des Landschaftspflegeverbands und der Naturschutzwacht sowie die regelmäßigen Umweltschutzberichte stehen beispielhaft für diesen vorausschauenden Ansatz.“