Neue Ausgabe „Stadt und Gemeinde digital“ ist erschienen

22.6.2026 - | Deutscher Städte- und Gemeindebund

Die aktuelle Ausgabe des DStGB ePapers trägt den Titel "Was ist ein moderner Staat?". Beiträge von u. a. DStGB-Präsident Ralph Spiegler, Bügermeister Karl-Heinz Rot sowie Friedrich Schäkel beschäftigen sich mit diesem Themenschwerpunkt. Gastbeiträge zu weiteren aktuellen Themen enthält die knapp fünfzigseitige Zeitschrift u. a. von Johann Saathoff, MdB, Dr. Anna Kindhäuser und Bürgermeister Ulf-Marcus Grube.

„Game Over“, „Kommunen rutschen in die Pleite“, „Hilfeschrei“ – die Slogans sind deutlich: Die Kommunen stehen massiv unter Druck. Am 22. Juni 2026 machen Städte, Landkreise und Gemeinden mit einem bundesweiten Aktionstag klar: Wir sind am Limit. Und die Finanzkrise ist längst im Alltag spürbar. Wenn Schwimmbäder schließen, Straßen verfallen oder Mittel für Kultur und Vereine gekürzt werden, leidet die Lebensqualität und auch das Vertrauen in den Staat. DStGB-Präsident Ralph Spiegler bringt es im Interview auf den Punkt: Die Menschen erleben den Staat vor Ort – und genau dort zeigt sich, ob er funktioniert. Der Aktionstag „Kommunen am Limit“ findet auch in unserem Verbandsmagazin statt. Weitere Stimmen aus den DStGB-Mitgliedsverbänden machen deutlich: Die chronische Unterfinanzierung gefährdet die kommunale Selbstverwaltung bundesweit. Heute am 22. Juni trommeln die Kommunen und ihre Verbände besonders laut für strukturelle Reformen, für Soforthilfen und die Umsetzung der Regel „Wer bestellt, bezahlt.“

Wie passt diese Ausgangslage nun mit einem modernen Staat zusammen? DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. André Berghegger betont im Editorial: Erfolgreiche Reformen brauchen beides – Staatsmodernisierung und solide Kommunalfinanzen.

Friedrich Schäkel (ProjectTogether) fordert, Reformen stärker an der Praxis auszurichten. Es gehe nicht nur darum, Förderprogramme zu vereinfachen – sondern darum, die richtigen Dinge voranzubringen und besser zu koordinieren.

Ein praxisnahes Beispiel liefert Bürgermeister Karlheinz Roth aus Spiegelau: Dort wird Digitalisierung nicht als Technikprojekt verstanden, sondern als echter Kulturwandel. Seine Definition: „Ein moderner Staat ist digital, innovativ, vorausschauend, kooperativ – und vor allem nah an den Menschen.“

Maren Busch, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Diez, bringt die Erwartung vieler Kommunen auf den Punkt: Entscheidungen müssen schneller sichtbar werden: „Wenn ein Gemeinderat heute etwas beschließt, will er in zwei Jahren sehen, was daraus geworden ist. Nicht in fünfzehn.“

Im Interview mit Sven Tetzlaff von der Körber-Stiftung reden wir über einen respektvollen Umgang in der Kommunalpolitik als Basis für einen modernen Staat. Das Programm „Respekt im Rat“ will nicht Streit vermeiden, sondern ihn fairer, sachlicher und respektvoller führen.

Über gute digitale Beteiligung schreibt eine Gruppe von Autoren rund um Marianne Kneuer: „Ein moderner Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, damit digitale Partizipation nicht an den Ressourcen einzelner Kommunen scheitert.“

Miriam Marnich vom DStGB unterstreicht in ihrem Beitrag die Rolle der Kommunen als Macher und Ermöglicher eines modernen Staates.

Auch in der Ausgabe 03/2026:


https://www.dstgb.de/aktuelles/2025-26/neue-ausgabe-stadt-und-gemeinde-digital-ist-erschienen-03-2026