15.9.2026 06:44

Außenminister Wadephul reist nach München und nach Genf

Německo Auswärtiges Amt Autor neuveden
Außenminister Dr. Johann Wadephul kündigt auf Reisen nach München und Genf an, das Goethe-Institut weltweit als Botschaften deutscher Sprache und Kultur zu stärken und Deutschland durch Sprachunterricht, Kulturvermittlung und kulturelle Zusammenarbeit als attraktives Land zu präsentieren. Er betont die Bedeutung einer eng zusammenarbeitenden Außenpolitik als „Team Deutschland“ zur Sicherung von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit, begleitet von Unternehmern aus Bayern, die erfolgreiche Beispiele wie Isar Aerospace anführen. In Genf, bei den Vereinten Nationen und humanitären Organisationen, will er Deutschlands Engagement in einer von Krisen geprägten Welt bekräftigen, die Stärkung von UN- Mechanismen vorantreiben und die Sitzungsbewerbung Deutschlands im UN-Mesnschenrechtsrat unterstützen, während humanitäre Hilfe zentral bleibt und weltweit Hilfe leistet.
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Vor seiner Abreise nach München und Genf erklärte Außenminister Dr. Johann Wadephul heute:

Die Goethe-Institute in 100 Ländern sind unsere Botschaften deutscher Sprache und Kultur in der Welt. Dies möchte ich am Hauptsitz des Goethe Instituts im 75. Jahr seines Bestehens würdigen und gleichzeitig verdeutlichen, dass es in diesen unsicheren Zeiten darauf ankommt, intensiver denn je für unser Land zu werben. Sprachunterricht, Vermittlung deutscher Kultur und kulturelle Zusammenarbeit mit den Gastländern können starke Instrumente sein, um ein positives Deutschlandbild zu vermitteln. Ein Deutschlandbild, mit dem wir ambitionierte Menschen für unser Land gewinnen. Denn genau diese Menschen brauchen wir für ein leistungsfähiges, wirtschaftlich starkes Deutschland. Hierfür müssen alle Akteure der Außenpolitik als Team Deutschland mehr als je zuvor an einem Strang ziehen.

Um dieses Team Deutschland geht es mir auch bei meiner Teilnahme an der Sitzung des bayerischen Kabinetts, zu dem mich Ministerpräsident Söder eingeladen hat. Als Auswärtiges Amt arbeiten wir weltweit für Deutschland. Und dabei vertreten wir nicht nur die Interessen der gesamten Bundesregierung, sondern selbstverständlich auch die Interessen aller Bundesländer und insgesamt aller Bürgerinnen und Bürger. Ein ganz zentrales Anliegen ist dabei die Sicherung unseres Wohlstands. Ich verstehe das Auswärtige Amt deswegen auch als ein Außenwirtschaftsministerium, das unsere Unternehmen weltweit unterstützt.

Auf meinen Reisen begleiten mich häufig Unternehmerinnen und Unternehmer aus Bayern, die mich mit der Weltoffenheit und der Innovationskraft beeindrucken, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Wie hoch hinaus Bayern will und kann, hat in der vergangenen Woche Isar Aerospace gezeigt. Mit dem ersten privaten Orbitalflug aus Kontinentaleuropa leistet ein bayerisches Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur europäischen Weltraumsouveränität. Welche Wirkung Wirtschaftsdiplomatie haben kann, hat auch der Staatsbesuch von Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan vergangene Woche gezeigt, bei dem die Vereinigten Arabischen Emirate 40 Milliarden Euro an Investitionen in Deutschlands Zukunft zugesagt haben – ein Viertel davon in Bayern. Das sichert und schafft Arbeitsplätze hier bei uns in Deutschland.

Deutschlands Engagement in einer Welt der Kriege und Krisen steht im Fokus meiner Reise in die Hauptstadt der Menschenrechte - nach Genf zu den Vereinten Nationen und humanitären Organisationen. In Zeiten, in denen Menschenrechte weltweit zunehmen unter Druck stehen, wollen wir UN-Organisationen und Mechanismen stärken, die den Menschen ins Zentrum stellen. Deshalb kandidiert Deutschland für einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat. Bei meinem Besuch werde ich auch die Führungsspitzen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz treffen. Das Rote Kreuz leistet Humanitäre Hilfe an den Frontlinien dieser Welt, dort wo andere oft keinen Zugang haben. Die WHO bekämpft Krankheitsausbrüche, ebenfalls unter schwierigsten Bedingungen, derzeit insbesondere Ebola. Der weltweite Bedarf für Humanitäre Hilfe steigt, gleichzeitig sinken die Mittel. Mit meiner Reise will ich verdeutlichen: Deutschland bleibt weiter engagiert. Humanitäre Hilfe ist unverzichtbar, rettet Menschenleben, lindert Not dort wo sie entsteht und beugt damit Fluchtursachen vor. Humanitäre Hilfe ist somit nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sie dient auch den Sicherheitsinteressen unseres Landes.


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