Deutschland stärkt Partnerschaft mit China im Umwelt- und Klimaschutz
Bundesumweltminister Carsten Schneider zu Antrittsbesuch in Peking.
Bundesumweltminister Carsten Schneider beginnt heute seinen dreitägigen Besuch in der Volksrepublik China. Im Rahmen seines Besuchs wird er sich mit dem chinesischen Umweltminister und weiteren Regierungsvertreterinnen und -vertretern zu umwelt- und klimapolitischen Fragen austauschen. Zusätzlich wird er sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Emissionshandel, saubere Technologien und Dekarbonisierung der Wirtschaft informieren.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Umwelt- und Klimaschutz sind globale Herausforderungen, die globale Lösungen erfordern. China und Deutschland haben hier viele gemeinsame Interessen. Beim Kampf gegen den Klimawandel sind wir vor allem Partner. Im Wettlauf um die Technologieführerschaft in Zukunftsindustrien sind wir auch Wettbewerber. Entscheidend ist, dass es ein fairer Wettbewerb ist. Dazu werde ich mich mit unseren Partnern im chinesischen Umweltministerium, aber auch mit Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in China austauschen und gemeinsam nach Lösungen suchen."
Anknüpfend an die Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz im Februar 2026 reist Bundesumweltminister Carsten Schneider nach China, um die bilateralen Beziehungen im Umwelt- und Klimaschutz weiter zu stärken. Bei der Förderung des Klima- und Umweltschutzes spielt China eine bedeutende Rolle: Das Land ist der größte CO2-Emittent und Plastikproduzent weltweit und eines der Länder mit der größten Artenvielfalt. China zeigt zudem, dass der CleanTech-Sektor ein Wachstumstreiber ist: Saubere Technologien wie Elektromobilität, Solarenergie und Speicher machten 2025 bereits mehr als elf Prozent des chinesischen BIP aus.
Ein zentraler Termin der Reise ist der Antrittsbesuch beim chinesischen Umweltminister HUANG Runqiu mit dem Ziel, die Beziehungen beider Länder im Umwelt- und Klimaschutz weiter zu vertiefen. Daneben wird Bundesminister Schneider Vertreterinnen und Vertretern anderer chinesischer Ministerien treffen und sich mit Expertinnen und Experten zur Umsetzung des chinesischen Emissionshandels austauschen. Zudem ist ein Treffen mit lokalen Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Universitäten geplant, um über verschiedene umwelt- und klimapolitische Themen wie Dekarbonisierung, Klimafinanzierung und Kreislaufwirtschaft zu diskutieren.
Anschließend wird Schneider sich in der Wirtschaftsmetropole Shanghai mit Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern zu Chancen und Herausforderungen deutscher CleanTech-Unternehmen in China austauschen und die Emissionshandelsbörse "Shanghai Environment and Energy Exchange" (SEEE) besuchen, die als Handelszentrum für das nationale chinesische Emissionshandelssystem fungiert.